Ergo Versicherungsgruppe verdoppelt Gewinn

Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender Ergo

Die Düsseldorfer Ergo-Gruppe hat ihr Konzernergebnis 2010 mehr als verdoppeln können. Die Beiträge stiegen insgesamt um 5,4 Prozent. Das Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen war rückläufig, dafür legten Direktversicherungen stark zu.

Das Geschäftsjahr 2010 habe vor allem im Zeichen der Umsetzung der neuen Markenstrategie gestanden, teilt die Ergo mit. Seit letztem Jahr bietet der Konzern Lebensversicherungen und Schaden- und Unfallversicherungen in Deutschland unter eigenem Namen an. Diese Umpositionierung wurde mit einer aufwendigen Marketing-Kampagne begleitet.

Damit hat der Versicherer die eigene Branche hart attackiert. Er wirft ihr ein verstaubtes Image und mangelnde Transparenz bei der Produktgestaltung vor. Dadurch hat die Ergo die Messlatte allerdings auch für sich selbst ziemlich hoch gelegt.

Bislang hängt man mit den großen Versprechen indes hinterher. Das zu ändern, stehe in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda, erklärte Ergo-Chef Torsten Oletzky (Foto oben), der bei der Präsentation der Geschäftszahlen zudem ein Ergebnisziel zwischen 450 Millionen und 550 Millionen Euro für das laufende Jahr ausgab.

Damit würde der Konzern weiter zulegen: Für das Geschäftsjahr 2010 meldet die Ergo ein Konzernergebnis in Höhe von 355 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 106 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wesentlich zum starken Wachstum beigetragen hat das deutlich verbesserte Kapitalanlageergebnis von 5,2 Milliarden Euro (plus 19,1 Prozent). Der Bestand an Kapitalanlagen nahm im Jahresverlauf von 113 auf 116 Milliarden Euro zu.

Zudem konnte der Konzern seine Beitragseinnahmen um 5,7 Prozent auf über 20 Milliarden Euro ausbauen. Die Geschäftsentwicklung driftete in den einzelnen Sparten allerdings auseinander.

Seite 2: Die Ergebnisse in den einzelnen Sparten

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