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15. Februar 2011, 12:40
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Fondspolicen: Garantie ist nicht gleich Garantie

Bei fondsgebundenen Renten setzen viele Kunden und Vermittler auf Garantien. Unterschiedliche Modelle erschweren jedoch den Durchblick. Cash. zeigt, wie die Modelle funktionieren und wie Transparenz und Vergleichbarkeit erreicht werden können.

Orthmann-ita in Fondspolicen: Garantie ist nicht gleich Garantie

ITA-Chef Mark Ortmann

Text: Detlef Pohl

Fondsrenten haben längst der fondsgebundenen Lebensversicherung den Rang abgelaufen. Bei der Auswahl des passenden Produkts für ihre Kunden setzen Makler tendenziell immer stärker auf Garantien und die Tarifflexibilität. Dagegen sind Kosten und Fondsauswahl weniger wichtig als noch vor zwei Jahren, ergab die Maklertrendstudie 2010/2011 von Towers Watson unter 300 Maklern im Auftrag der Deutscher-Ring-Tochter Maklermanagement AG (DRMM).

Für knapp zwei von drei Vermittlern gehören Tarifflexibilität und Tarifoptionen zu den wichtigsten Auswahlkriterien für Fondspolicen. Bei Garantien sehen 38 Prozent der Makler ein wichtiges Auswahlkriterium – vor zwei Jahren waren es erst 21 Prozent. Auch der Stellenwert garantierter Rentenfaktoren ist in dieser Zeit massiv gestiegen: von 24 auf 31 Prozent.

Kosten kein K.o.-Kriterium

Bei der Auswahl der Versicherer sind für Makler die Kosten derzeit kein K.o.-Kriterium. Zumindest ging ihre Bedeutung von 51 Prozent zu Beginn der Finanzkrise auf derzeit 40 Prozent zurück. Laut Studie überwiegen bei den Vermittlern solche Kriterien wie Produktpalette, Finanzstärke, professionelle Verwaltung und Vertrauen bei der Auswahl des passenden Anbieters.

Massiv an Wert hat dabei die professionelle Vertragsverwaltung gewonnen, die für 44 Prozent der Makler zum wichtigsten Kriterium für die Anbieterauswahl geworden ist. Ein Jahr zuvor lag dieser Umfragewert erst bei 30 Prozent. Erstaunlich: Im Zusammenhang mit Fondspolicen spielt die Absicherung biometrischer Risiken für nur zehn Prozent der Vermittler eine wichtige Rolle.

Klar ist: Viele unabhängige Finanzdienstleister setzen weiter auf Fondspolicen: 74 Prozent der Befragten halten das Produkt mit entsprechenden Garantiekomponenten für leistungsfähiger als die klassische Rentenversicherung – sieben Prozent mehr als 2009.

„Makler sind langfristig von der Leistungsfähigkeit der Fondspolice in Bezug auf Transparenz, Flexibilität und Performance überzeugt“, gibt sich DRMM-Vorstand Helmut Kriegel optimistisch. Ohne Garantien liegen Fondspolicen allerdings wie Blei in den Regalen der Vertriebe, meinen rund 60 Prozent der Makler.

Der Absatz fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherungen ist 2009 um ein Drittel eingebrochen. Nur noch 20 Prozent des Neugeschäfts, definiert als Annual Premium Equivalent (APE) oder laufende Beiträge zuzüglich zehn Prozent der Einmalbeiträge, wurde über diese Produktkategorie vermittelt.

Verglichen mit den entsprechenden Vorjahresquartalen sank der Absatz fondsgebundener Versicherungsprodukte Ende 2009 um satte zwölf Prozentpunkte und zudem das fünfte Quartal in Folge sowie auf den tiefsten Stand seit 2003. Die Fonds-Rentenversicherung, mit elf Prozent Marktanteil am Gesamtneugeschäft der Lebensversicherung nach wie vor wichtigste Fondspolicen-Spielart, verlor 34 Prozent, ergab das „FLV-Update 2009“ von Towers Watson.

Seite 2: Einmalbeiträge können Abwärtstrend nicht stoppen

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