Allianz und Ergo stärken ihre Position in Asien

Die Versicherungskonzerne Allianz und Ergo haben Anteile an Gesellschaften im chinesischen und vietnamesischen Versicherungsmarkt erworben. Sie wollen damit ihre Positionen im jeweiligen Land ausbauen.

China Asien BuddhaSo hat der Düsseldorfer Ergo-Konzern in China mit dem Finanzinvestor Shandong State-owned Assets Investment Holding (SSAIH) ein Joint Venture für Lebensversicherungen gegründet. Der Unternehmenssitz sei in der Provinz Shandong etwa 400 km südlich von Peking, teilen die Düsseldorfer mit. Der Aufbau der Gesellschaft werde starten, sobald die Aufsichtsbehörde ihre Genehmigung erteilt habe.

An dem Gemeinschaftsunternehmen werden Ergo und SSAIH jeweils die Hälfte der Anteile halten, heißt es weiter. Im Angebot sollen vor allem Lebensversicherungen für Privatkunden sein. Ergo ist in China bereits schon aktiv. Der Versicherer hat nach eigenen Angaben vor mehr als drei Jahren eine Repräsentanz in Peking eröffnet.

Daneben erwirbt Ergo in Vietnam 25 Prozent der Anteile an dem Versicherer Global Insurance Company (GIC). Die Gesellschaft ist auf Schaden/Unfall-Produkte wie Kfz-, Feuer- und Transportversicherungen spezialisiert.

„Wir streben eine langfristige strategische Zusammenarbeit an, um die Global Insurance Company zu einem der führenden Versicherer in Vietnam zu entwickeln“, sagt Dr. Jochen Messemer, der im Ergo-Vorstand das internationale Geschäft verantwortet. Das Engagement sei Teil der Strategie, auf den Schaden- und Unfallmärkten in Südostasien präsent zu sein.

Allianz stockt Anteile in China auf

Erst vergangene Woche hat die Allianz eine Aufstockung ihres Aktienanteils an der China Pacific Insurance (CPIC) um 855 Millionen US-Dollar bekanntgegeben. Damit halten die Münchener nun 2,8 Prozent an der Gesellschaft mit Sitz in Shanghai, die drittgrößter Lebensversicherer in China ist.

Mit der weiteren Beteiligung wolle man die strategische Partnerschaft weiterentwickeln ausbauen und die Position in diesem Wachstumsmarkt weiter ausbauen, so Allianz-Chef Michael Diekmann.

Die Allianz war bereits im Dezember 2009 beim Börsengang von China Pacific mit 150 Millionen US-Dollar eingestiegen. Das neue Aktienpaket wurde vom Finanzinvestor The Carlyle Group erworben. (ks)

Foto: Shutterstock

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