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15. Dezember 2011, 12:30
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Studie ermittelt große Rendite-Differenzen bei privaten Rentenversicherungen

Die Privat-Renten der 15 größten Versicherer offenbaren große Rendite-Differenzen. Das zeigt eine Untersuchung durch das Deutsche Institut für Service-Qualität im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv. Als Testsieger ging die Axa, vor Zurich und HDI-Gerling, hervor.

Unterlupe-127x150 in Studie ermittelt große Rendite-Differenzen bei privaten RentenversicherungenNach dem Urteil der Marktforscher unterscheiden sich die Rendite-Aussichten in der privaten Rentenversicherung deutlich. „Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sind bis zu 23 Prozent mehr Rente für die Versicherten drin, wobei wir es hier nur mit Prognosewerten zu tun haben“, sagte Instituts-Geschäftsführer Markus Hamer. Während bei den klassischen Produkten die garantierten Renten nur wenig variieren, war bei den fondsgebundenen Produkten je nach Anbieter eine Rentensteigerung von bis zu 27 Prozent möglich, so Hamer. Die garantierten Renten der Anbieter sanken 2011 im Durchschnitt um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verbraucher, die aufgrund der Senkung des Höchstrechnungszinses von 2,25 auf 1,75 Prozent ab 2012 noch schnell eine private Rentenversicherung abschließen möchten, sollten die Angebote allerdings genau prüfen, raten die Marktforscher. Neben attraktiven Renditeprognosen sollte dabei auch die Beratungsqualität der Versicherer eine Rolle spielen, die ebenfalls von den Tester unter die Lupe genommen wurde: Demnach erreichte der Service der 15 Anbieter im Durchschnitt ein „Befriedigend“. Nur ein Versicherer konnte mit guten Service aufwarten, ein Drittel der Unternehmen erhielt sogar nur ein ausreichendes Qualitätsurteil. Zudem konnte kaum ein Versicherer beim Service und bei den Produkten gleichermaßen überzeugen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich ähnliche Schwächen im Service, vor allem bei der E-Mail-Bearbeitung, so das Fazit der Tester.

Im Bereich Privat-Rente schnitt der Kölner Versicherer Axa am besten ab: Im Service punktete das Unternehmen vor allem am Telefon mit kompetenten und freundlichen Mitarbeitern. Ein gutes Produktrating sowie eine hohe Rente bei der fondsgebundenen Privat-Rente trugen ebenfalls zum Test-Sieg bei. Den zweiten Rang erreichte Zurich. Laut Markforscher überzeugte der Versicherer aus Bonn mit einem guten Ergebnis für die Produktleistung und konnte zudem den besten Internetauftritt vorweisen. Auf den dritten Rang kam das Kölner Unternehmen HDI-Gerling, das in der Leistungsanalyse bei der klassischen Privat-Rente die besten Ergebnisse erzielte.

Bereits am 8. Dezember 2011 hatte das Deutsche Institut für Service-Qualität die Ergebnisse zur Riester- und Rürup-Rente veröffentlicht. Über alle drei Produktbereiche Riester-Rente, Rürup-Rente sowie private Rente betrachtet, schnitt die Axa am besten ab und erhielt die Auszeichnung „Bester Anbieter Altersvorsorge Versicherer 2011“. Die Versicherer Aachen Münchener sowie Nürnberger folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Die Servicequalität der 15 Versicherer wurde anhand von insgesamt 75 verdeckten persönlichen Beratungen, 300 Telefon- und E-Mail-Tests, sowie 150 Internet-Nutzerbetrachtungen und 15 Inhaltsanalysen der Websites durchgeführt. Insgesamt flossen 540 Servicekontakte in die Analyse ein. Die Produktanalyse erfolgte in Kooperation mit dem Versicherungsanalysten Franke und Bornberg zum Stichtag 1. Oktober 2011. (lk)

Foto: Shutterstock

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2 Kommentare

  1. Diese Untersuchung ist wirklich lachhaft. Gerade die Versicherer, die bei der Nettoverzinsung immer wieder unterdurchschnittliche Ergebnisse liefern, stehen hier ganz oben! Ein Schelm wer dabei böses denkt! Viele Grüße, Frank Härtling-Mollhelm, freier Versicherungsmakler

    Kommentar von Frank Härtling-Mollhelm — 6. Januar 2012 @ 17:21

  2. Freunde, diese Bewertung ist doch wohl ein absoluter Witz. Da werden Unternehmen hoch bewertet, weil Sie freundliche Menschen an die Telefone setzen und der email-Verkehr gut funktioniert !? Altersvorsorgeberatung ist NICHTS für Internet und/oder Telefon, Punkt. Vielmehr spielt die Kompetenz des Beraters, sowie die Solvabilität des Unternehmens eine Rolle, wie hoch sind die Garantiewerte, wie wahrscheinlich kann das Unternehmen überhaupt die Prognosewerte erreichen, wie ist die Kostenquote usw. Es bleibt spannend, liebe Grüße, Nils Fischer, AWD

    Kommentar von Nils Fischer — 16. Dezember 2011 @ 13:14

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