16. Mai 2011, 12:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Talanx startet großangelegtes Sparprogramm

Deutschlands drittgrößter Versicherer, der Hannoveraner Talanx-Konzern, will seine Kosten laut Medienberichten deutlich senken. Mit Hinblick auf den geplanten Börsengang sollen demnach alleine im deutschen Privat- und Firmenkundengeschäft 245 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. 1.000 Arbeitsplätze stehen auf der Kippe.

Heinz-Peter-Ro -127x150 in Talanx startet großangelegtes Sparprogramm

Dr. Heinz-Peter Roß

“Wir wollen unsere Kostenquoten deutlich reduzieren”, sagte Talanx-Vorstand Heinz-Peter Roß der “Financial Times Deutschland” (FTD). Dem Talanx-Deutschland-Chef zufolge bleiben nur die Industrieversicherung für große Unternehmen und die Rückversicherungstochter Hannover Rück vom Sparkurs verschont.

Laut Branchenkreisen sollen 1.000 der insgesamt 6.500 Stellen im Konzern wegfallen, heißt es in dem FTD-Bericht. Roß wollte zu dieser Zahl nichts sagen. Er ließ aber durchblicken: “Natürlich geht es nicht ohne Personalabbau.” In welchem Ausmaß es dazu komme, könne man aber nicht vor Ende 2011 benennen.

Nach der Fusion der Talanx-Versicherer HDI und Gerling im Jahr 2006 sei die Integration zwar im Großkundengeschäft besser gelaufen als erwartet. In der Lebensversicherung, dem Kern des Privatkundengeschäfts, sei der Zusammenschluss aber misslungen, schreibt die FTD. Die Ergebnisse seien “katastrophal” gewesen.

Bei Vertriebspartnern und Privatkunden habe die HDI-Gerling Leben Jahr für Jahr an Vertrauen eingebüßt. In der Schadensversicherung hätten einige Makler und Banken die HDI-Gerling sogar von den Listen bevorzugter Anbieter genommen, weil sie den Service für mangelhaft hielten. (hb)

Foto: Talanx

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Neue Risiken brauchen innovative Versicherungsmodelle

In einer Zeit fortschreitender technologischer Entwicklung, soziopolitischer Instabilität sowie des Klimawandels ist es für Versicherer äußerst schwierig, neue Risiken adäquat zu zeichnen. In den meisten Policen sind neue Risikobereiche gar nicht oder nur unzureichend abgedeckt. Wie kann ein Versicherer die Unmenge an unterschiedlichen möglichen Katastrophenszenarien in die Tarifierung neuer Policen einbeziehen? Ein Beitrag von René Schoenauer, Guidewire Software.

mehr ...

Immobilien

Mietendeckelgesetz missachtet Mieter- und Vermieterinteressen

Angesichts der heutigen Anhörung zum Mietendeckelgesetzentwurf und der 1. Lesung des Gesetzes am Donnerstag hat Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, eine eindeutige Meinung.

mehr ...

Investmentfonds

Japan: Pragmatismus statt reiner Geldpolitik und Twitter-News

Jesper Koll, Wisdom Tree, kommentiert die Aussichten für die japanische Volkswirtschaft unter Präsident Abes Wirtschaftspolitik.

mehr ...

Berater

Welche KI-Trends das Jahr 2020 prägen werden

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) wird die Unternehmen auch im nächsten Jahr wieder beschäftigen. Die Intra Find Software AG, ein Search-Spezialist, der für seine Lösungen auch KI und Machine-Learning-Verfahren nutzt, sieht dabei fünf zentrale Entwicklungen. Welche das sind, lesen Sie hier.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin untersagt weiteres Baum-Direktinvestment

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Nova Vita Trees d.o.o. das öffentliche Angebot des Direktinvestments in Paulownia Bäume in Deutschland untersagt. Der Grund ist der gleiche, wie zuvor schon bei einer Reihe anderer Emissionen.

mehr ...

Recht

FDP kritisiert Finanzhilfe des Bundes für Thomas-Cook-Kunden

Die FDP hat die Finanzhilfe der Bundesregierung für geschädigte Kunden des insolventen Reiseunternehmens Thomas Cook kritisiert. Der stellvertretende FDP-Fraktionschef Michael Theurer sagte: “Dass nun der Steuerzahler einspringen soll, ist ein Schuldeingeständnis der Großen Koalition. Sie hat die EU-Gesetzgebung offenbar mangelhaft umgesetzt. (…) Es kann nicht angehen, dass Risiken verstaatlicht und Gewinne privatisiert werden.”

mehr ...