Erneuerbare Energien: Allianz will stärker investieren

Der Versicherer Allianz Deutschland will bis zum Jahresende 1,4 Milliarden Euro in Wind- und Solaranlagen investiert haben. Aktuell liege das Engagement bei 1,3 Milliarden Euro, teilt das Münchner Unternehmen mit.

Angesichts eines Kapitalanlagebestands von insgesamt 222 Milliarden Euro wird der EE-Bereich bei der Allianz dann immer noch weniger als ein Prozent (0,63 Prozent) auf sich vereinigen. Allerdings wird dies wohl nicht so bleiben. So wolle man die Investitionen „zielgerichtet weiter ausbauen“, heißt es bei Europas größtem Versicherer. Konkrete Ziele wollte ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage von Cash.-Online nicht nennen.

Die Allianz zählt sich zu den größten institutionellen Investoren im EE-Bereich. Die Vorteile dieser Anlageklasse gegenüber herkömmlichen Anleihen und Aktien, sind aus Sicht des Versicherers eine relativ niedrige Volatilität und eine attraktive Rendite – Branchenexperten gehen von sechs bis neun Prozent im Jahr aus. Zudem lieferten Erneuerbare Energien stabile, planbare Cash Flows und Erträge sowie Schutz vor hoher Inflation, begründen die Münchner.

Aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsniveaus suchen Lebensversicherer verstärkt nach Anlagemöglichkeiten abseits des Kapitalmarkts. Schätzungen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) besagen, dass die Branche im kommenden Jahr mit ihren Anlagen einen durchschnittlich garantierten Rechnungszins von 3,2 bis 3,4 Prozent zu erwirtschaften haben. „Grundsätzlich stellen wir fest, dass alle Lebensversicherer auf der Suche nach attraktiven Alternativen zu festverzinslichen Anlagen sind“, sagt Andreas Könsgen, Analyst bei der Rating-Agentur Assekurata. Im Juni hatte unter anderem die Württembergische Lebensversicherung mitgeteilt, drei Windparks in Deutschland erworben zu haben. (lk)

Foto: Shutterstock

 

 

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