Anzeige
13. November 2012, 12:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Stationäre Krankenhauskosten: Hamburg vorn, Brandenburg am günstigsten

Die stationären Krankenhauskosten in Deutschland lagen im Jahr 2011 durchschnittlich bei 3.960 Euro je Fall – ein Plus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit. Hamburg ist das teuerste Bundesland, Brandenburg das günstigste.

Die stationären Krankenhauskosten in Deutschland sind um 2,5 Prozent gestiegenDer Anstieg der stationären Krankenhauskosten lag damit – auf Basis vorläufiger Ergebnisse – etwas oberhalb der Teuerungsrate von 2,3 Prozent. Die Kosten je Fall in Höhe von 3.960 Euro (2010: 3.862 Euro) verteilen sich auf insgesamt 18,3 Millionen Patienten, so dass die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung bei rund 72,6 Milliarden Euro lagen, die Gesamtkosten der Krankenhäuser, das heißt inklusive nichtstationärer Leistungen, betrugen 83,4 Milliarden Euro.

Wie das Amt weiter mitteilt, varrieren die durchschnittlichen Kosten je Fall stark zwischen den einzelnen Bundesländern. Am niedrigsten waren sie in Brandenburg mit 3.570 Euro, am höchsten in Hamburg mit 4.628 Euro (siehe Tabelle). Diese Unterschiede seien strukturell bedingt, erklären die Statistiker: Sie würden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst.

PKV-Expertenkreise rechnen mit Korrektur nach unten

Die Krankenhauskosten von 83,4 Milliarden Euro setzten sich laut Destatis im Wesentlichen aus den Personalkosten von 49,5 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent gegenüber 2010), den Sachkosten von 31,7 Milliarden Euro (plus 4,4 Prozent) sowie den Aufwendungen für den Ausbildungsfonds von 1,1 Milliarden Euro (plus 2,7 Prozent) zusammen. Weitere 1,2 Milliarden Euro entfielen auf Steuern, Zinsen und ähnliche Aufwendungen und auf Kosten der Ausbildungsstätten.

Der Anstieg der Krankenauskosten ist ein wesentlicher Treiber für Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung (PKV). Der PKV-Verband wird am 14. November seinerseits die finalen Kosten, die im Rahmen der stationären Leistungserbringung im Jahr 2011 angefallen sind, bekanntgeben. Expertenkreise rechnen damit, dass die im PKV-Rechenschaftsbericht genannte vorläufige Steigerung von 6,5 Prozent deutlich nach unten korrigiert wird. (lk)

Die stationären Krankenhauskosten in Deutschland sind um 2,5 Prozent gestiegen

Foto: Shutterstock

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

1 Kommentar

  1. Sehr oft werden bei Privatpatienten im Rahmen eines stationären Aufenthalts umfangreiche Zusatzuntersuchungen durchgeführt. Dies führt natürlich neben den bekannten Kostenstruckturen zu einer höheren Belastung bezogen auf die Durchschnittskosten eines Klinikaufenthalts bei Privatversicherten.

    Kommentar von Thomas Ludolph Privamed24 — 13. November 2012 @ 14:27

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...