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27. November 2012, 13:14
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Riester-Rente: Große Unterschiede bei Garantiewerten

Für Riester-Sparer ergeben sich bei gleichem monatlichen Beitrag enorme Unterschiede in den garantierten Renten. Zu diesem Urteil kommt eine Untersuchung durch das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen (M&M).

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer Morgen & Morgen

Wie das Hofheimer Unternehmen berichtet, habe eine Analyse der Rentenhöhen von Riester-Tarifen gezeigt, dass ein 37- jähriger Mann, der heute monatlich 100 Euro Beitrag zahlt und seine Rente mit 67 Jahren erhalten möchte, je nach Tarif eine garantierte Rente von rund 79 bis 164 Euro pro Monat erwarten darf. Das sind laut M&M knapp 100 Prozent Unterschied im Rentenbezug. Bei einem Ausnahmefall könnte theoretisch sogar eine Rente von Null Euro herauskommen, da der Rentenfaktor hier nicht garantiert sei, heißt es.

Dieser Einzelfall wäre aber sicherlich vor Gericht nicht beständig. Der Marktdurchschnitt liege bei rund 130 Euro garantierter Rente. Vom Durchschnitt zum Bestwert sind nach Angaben von Morgen & Morgen allerdings mehr als 400 Euro Unterschied pro Jahr und somit einige Tausend Euro im Zeitablauf festzustellen. „Die enormen Unterschiede werden zum einen durch die Kosten, aber auch durch die unterschiedlichen Tarifstrukturen determiniert“, sagt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer des Analysehauses.

Rendite-Chancen und -Risiken „völlig intransparent“

Gerade die unterschiedlichen Kalkulationen und Garantien bergen Rendite-Chancen, jedoch gleichzeitig auch Risiken, die für den Verbraucher völlig intransparent seien, moniert das Analysehaus. Schinnenburg verknüpft diese Erkenntnis mit dem Hinweis auf die vor einigen Jahren ins Leben gerufene Transparenz-Initiative Volatium: „Der Verbraucher kann auf einen Blick erkennen, welche der fünf Volatium-Klassen seinen Anforderungen an Sicherheit und Renditeerwartung entspricht und muss sich dann lediglich noch für einen geeigneten Tarif in der gewünschten Klasse entscheiden.“ Für jeden Tarif werde die entsprechende Volatium-Klasse individuell ermittelt. (lk)

Foto: Morgen & Morgen

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