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29. Mai 2012, 14:07
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Skandia konzentriert sich auf vermögende Kunden

Die Skandia Lebensversicherung hat mitgeteilt, sich in Deutschland komplett neu auszurichten: Das Retailgeschäft in Berlin wird aufgegeben, im Gegenzug konzentriert sich der Versicherer am neu geschaffenen Standort Stuttgart auf das gehobene Privatkundengeschäft.

Skandia setzt auf vermögende Kunden

Die Positionierung als Investmentspezialist im deutschen Markt soll künftig vom Standort Stuttgart gesteuert werden, heißt es. Dabei werde der Bereich der Einmalbeiträge im gehobenen Privatkundensegment im Vordergrund stehen, teilt Skandia mit. Für den Retailmarkt, auf den sich der Berliner Standort bisher fokussiert hat, sei kein Neugeschäft geplant. Zurzeit laufen Gespräche und Verhandlungen mit dem Betriebsrat über „notwendige organisationelle Änderungen“. Service und Verwaltung für die Bestandskunden mit etwa 360.000 Versicherungsverträgen und einer Versicherungssumme von rund 12,4 Milliarden Euro werden aber laut Skandia weiterhin von Berlin aus gewährleistet.

Mit dem neuen Geschäftsmodell sollen künftig die durch Staatsschuldenkrise und Euroangst veränderten Bedürfnisse vermögender Kunden im Mittelpunkt stehen. Diese Zielgruppe suche nach mehr Flexibilität, höherer Kostentransparenz und einer qualitativ hochwertigen Beratung. „Die Erfahrungen der Skandia in Frankreich und Italien zeigen, dass dieses dort bereits 2009 von der Old Mutual Gruppe eingeführte Geschäftsmodell erfolgreich ist“, sagt Hermann Schrögenauer, Vorstand Marketing und Vertrieb der Skandia. „Dort vertrauen rund 91.000 wohlhabende Kunden mit einem Vertragsvolumen von 5,8 Milliarden Euro der internationalen Reputation des Unternehmens und seinen Investmentspezialisten. Deshalb entwickeln wir auch für den deutschen Markt eine Anlage- und Vorsorgelösung, die genau auf diese Zielgruppe zugeschnitten ist.“

Im Zuge der Neuausrichtung setze Skandia darüber hinaus auf alternative Vergütungsmodelle, die eine kontinuierliche und nachhaltige Qualitätsberatung durch den Vermittler fördern. Bei dem neuen Modell gehe es darum, die Kosten für eine Beratung gleichmäßiger über die Laufzeit zu verteilen. Das Unternehmen verspreche sich davon bessere Rückkaufwerte, geringere Stornoquoten und eine stärkere Kundenbindung.

Im Januar 2012 wurden bereits die zur britisch-südafrikanischen Old Mutual Gruppe gehörenden Skandia Gesellschaften in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und Polen zu der neuen Geschäftseinheit „Old Mutual Wealth Management Europe“ zusammengeführt. Die Zentrale wird nach Unternehmensangaben zukünftig in Luxemburg sein. (lk)

Foto: Shutterstock

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