Social Media: Kluft zwischen Finanzdienstleistern und Beratern

Finanzdienstleistungsunternehmen und Stiftungen setzen Social Media deutlich häufiger ein als die individuellen Berater, so das Fazit der HBS Medien- und Markenstudie 2013. Hinsichtlich des Leseverhaltens der Finanzprofis halten sich Print- und Onlinemedien die Waage.

Über 70 Prozent der Corporates (Unternehmen) und Stiftungen setzen Social Media beruflich ein, bei den unabhängigen Finanzvermittler und Bankberatern sind es hingegen nur 36 Prozent, teilen die Studienmacher mit. Laut der Studie werden Social-Media-Instrumente wie Blogs, Foren, Networks und RSS bislang nur von der Hälfte der 930 befragten Finanzdienstleister und institutionellen Investoren beruflich genutzt.

Dabei habe sich gezeigt, so die HBS-Marktforscher, dass verschiedene Berufsgruppen der Finanzbranche den Nutzen von Social Media und Social Networks für berufliche Zwecke unterschiedlich einschätzen: Während 41 Prozent der freien Finanzvermittler den Gebrauch von Social Networks wie Xing, LinkedIn, Facebook und Co. als wichtig bis sehr wichtig erachten, sind es bei den sogenannten Corporates doppelt so viele (82 Prozent).

35 Prozent nutzen sowohl Fachmagazine als auch Onlineausgaben

Befragt wurden die Finanzprofis zudem zu ihren Präferenzen von Print- und Onlinemedien. Wie die Marktforscher berichten, belegen die Studienergebnisse der letzten fünf Jahre einen kontinuierlichen Trend zugunsten von Online. Zwar generieren Finanzdienstleister und institutionelle Investoren ihre Informationen bei den Fachmagazinen immer noch zu 50 Prozent aus den Printausgaben. Allerdings wechseln jährlich immer mehr Leser zur Onlineausgabe oder nutzen beides (35 Prozent).

Die Anzahl derer, die ihre Informationen nur noch aus den Onlineausgaben beziehen und auf die Printlektüre komplett verzichten steige demnach kontinuierlich. Bei Tageszeitungen trete der Trend noch stärker zu Tage – hier lesen rund 50 Prozent der Finanzakteure sowohl die Print- als auch die Onlineausgaben. 20 Prozent der Befragten informieren sich demnach bereits ausschließlich online. (lk)

Foto: Shutterstock

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