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12. Januar 2012, 11:58
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Studie: Zusatzbeiträge in 2012 lassen Kassenversicherte flüchten

Immer mehr Krankenkassen wollen ihre Zusatzbeiträge wieder abschaffen. Aus gutem Grund: Kassen mit Zusatzbeitrag müssen mit weiterem Mitgliederschwund rechnen, so eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PWC).

Kleingeld-127x150 in Studie: Zusatzbeiträge in 2012 lassen Kassenversicherte flüchtenNicht nur unter privat Krankenversicherten ist der Unmut über Beitragserhöhungen groß – auch gesetzlich Versicherte reagieren empfindlich, wenn ihr Gesundheitsbudget zusätzlich belastet wird: Laut PWC-Studie ist der Zusatzbeitrag der am häufigsten genannte Wechselgrund von den 750 befragten Kassenmitgliedern (63 Prozent). Dahinter folgen das Leistungsangebot (40 Prozent) sowie Service, Freundlichkeit, Erreichbarkeit (27 Prozent). Von den Befragten, die einen Zusatzbeitrag zahlen, wollen laut Umfrage zwölf Prozent „auf jeden Fall“ oder zumindest „sehr wahrscheinlich“ ihre Mitgliedschaft kündigen. Bei Versicherten, die keinen Beitrag zahlen müssen, sind es nur zwei Prozent.

Seit zwei Jahren dürfen Krankenkassen, die mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen, mehr Geld von ihren Kunden verlangen – zumeist acht Euro mehr im Monat. Für viele Versicherte ist dieser Beitrag offenbar deutlich zu viel. Seit Einführung des Zusatzbeitrages entfielen über 90 Prozent aller Mitgliederverluste auf Kassen, die den Obulus verlangen, heißt es bei PWC.

„Vor allem jüngere und damit tendenziell gesündere Versicherte verlassen ihre Kasse, wenn diese einen Zusatzbeitrag verlangt. Es gehen ausgerechnet die Mitglieder, die für ihre Beiträge vergleichsweise wenige Leistungen beanspruchen, so dass sich die Finanzlage der Kasse schließlich sogar verschlechtern kann“, sagt Nikolaus Schumacher, PWC-Partner im Bereich Gesundheitswesen und Pharma. So liegt das Durchschnittsalter der grundsätzlich wechselwilligen Befragten nach Angaben von Schumacher bei knapp über 36 Jahren. Die deutliche Mehrheit (63 Prozent) davon ist männlich. Zudem sind nur bei 13 Prozent der Wechselbereiten Familienangehörige beitragsfrei mitversichert – im Durchschnitt aller Befragten sind es 20 Prozent.

Seite 2: Erste Krankenkassen schaffen Zusatzbeitrag wieder ab

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1 Kommentar

  1. Ja, die letzte große Gesundheitsreform war mal wieder eine Pleite. Die Politiker sind echt ziemlich Realitätsfern. So etwas sind dann die Folgen.

    Kommentar von Jan Lanc — 13. Januar 2012 @ 11:28

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