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28. August 2013, 10:27
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Rürup-Rente: Verkannter Alleskönner

Die Rürup-Rente fristet in Deutschland immer noch ein Mauerblümchendasein. Zu Unrecht, denn diese Basisrente bietet neben einer kontinuierlich steigenden staatlichen Förderung noch weitere Vorteile – für Selbstständige, Freiberufler und Angestellte.

Gastbeitrag von Dr. Sebastian Grabmaier, Jung, DMS & Cie.

Basisrente

Für Vermittler lohnt es sich, mit der Basisrente auch ältere Kunden anzusprechen, denn rentennahe Jahrgänge haben einen doppelten Steuervorteil.

Die anhaltende politische Diskussion um das Thema Altersarmut hat wieder einmal gezeigt, wie unterschiedlich die Meinungen zum Thema Altersvorsorge sein können. Während die einen von falschem Zahlenmaterial sprechen, plädieren die anderen für eine staatliche Zusatzrente für Geringverdiener.

Rentenlücke – was ist das?

Da wundert es nicht, dass diejenigen, um die es geht, die Versicherten, immer mehr verunsichert werden. Eigentlich müsste sich jeder verstärkt Gedanken darüber machen, wie er privat finanziell für den Ruhestand vorsorgt.

Doch die traurige Tatsache ist, dass laut Umfragen rund 40 Prozent der Deutschen nichts mit dem Begriff “Rentenlücke” anfangen können. Und mehr als die Hälfte weiß nicht, welchen Einfluss die Inflation auf ihre spätere Rente hat. Auf der anderen Seite bezeichnen 42 Prozent der Berufstätigen ihre heutige Vorsorge als “nicht ausreichend”. Ein riesiges Betätigungsfeld also für Finanzberater und freie Versicherungsvermittler.

Vorurteile halten sich hartnäckig

Und hier gibt es eine – zu Unrecht – noch sehr wenig beachtete Vorsorgevariante: die Basisrente oder Rürup-Rente. 2005 eingeführt, sorgen bisher in Deutschland nur gut 1,5 Millionen Menschen auf diese Art für ihren Ruhestand vor.

Eigentlich unverständlich, denn die Basisrente à la Rürup bietet viele Vorteile – für ganz unterschiedliche Kundengruppen. Doch das Vorurteil hält sich hartnäckig, dass die Rürup-Rente nur etwas für Selbstständige und Besserverdienende ist. Das muss relativiert werden.

Erstens ist die Basisrente für den Großteil der Selbstständigen schlicht die einzige Möglichkeit, bei der privaten Altersvorsorge von einer staatlichen Förderung zu profitieren. Und zweitens: Wer sagt denn, dass Steuervorteile beim Sparen nur von Besserverdienenden genutzt werden sollten?

Steuervorteile werden Jahr für Jahr höher

Zumal die Steuervorteile der Basisrente Jahr für Jahr höher werden. Das Finanzamt akzeptiert Einzahlungen in Rürup-Policen von bis zu 20.000 Euro bei Alleinstehenden und 40.000 Euro bei Ehepaaren.

Seit Anfang 2013 erkennt die Behörde 76 Prozent davon als Sonderausgabe an – zwei Prozentpunkte mehr als 2011. Unterm Strich werden bis zu 14.800 beziehungsweise 29.600 Euro steuerlich wirksam.

In den kommenden Jahren wird der steuerfreie Anteil um jeweils zwei Prozentpunkte weiter kontinuierlich anwachsen, sodass bis 2025 100 Prozent der Einzahlungen steuermindernd angesetzt werden können.

Finanziell flexibel bleiben

Doch die Basisrente glänzt nicht nur mit steigenden Förderquoten. Mit ihr sind Versicherte finanziell auch flexibel. Denn anders als bei anderen Versicherungsformen gibt es bei Rürup-Verträgen keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeitrag, der monatlich geleistet werden muss, um in den Genuss der steuerlichen Förderung zu kommen.

Seite 2: Best Ager profitieren doppelt

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5 Kommentare

  1. Herr Müller hat recht, Herr Fischer unrecht. Einkommesteuergesetz gelesen, dabei gewesen… Auch die Durchführungsverordnung zum Gesetz hilft. Die Basisrente ist ein Renditegrab mit Steuervorteilen die keine sind, von der Enteignung des VN mal ganz abgesehen…

    Kommentar von Daniel K. — 12. Dezember 2013 @ 16:25

  2. Hallo Herr Fischer, bitte nochmal genau nachlesen wegen der Besteuerung ! Oder ich hab was falsch verstanden !?!? Klasse Artikel !

    Kommentar von Uwe daßler — 30. August 2013 @ 20:14

  3. Hallo Herr A. Mueller, Ihre Ausführungen sind schon sehr negativ, ohne Frage, denn für jemanden, der früh stirbt, macht kein Sparvertrag Sinn, richtig ? Übrigens woher nehmen Sie das Wissen, das BU Renten, die an eine Basisrente gekoppelt sind, “nachteilig” besteuert werden ? Gem. BFM handelt es sich um eine “zeitlich befristete Leibrente” genau wie bei allen anderen Schichten auch, und die Besteuerung ist, so das BFM komplett identisch. Übrigens können gute Gesellschaften im Fall der Fälle, die BU von der Basis abkoppeln, damit die BU weiterläuft, und die Basis beitragsfrei gestellt werden kann. Klar soweit ? Es bleibt spannend.

    Kommentar von Nils Fischer — 30. August 2013 @ 12:27

  4. Den Beitrag halte ich für wenig hilfreich. Er scheint der Werbung zu dienen.

    Rürup-Verträge haben oft eine schlechte Rendite durch hohe Kosten und sind oft eine Wette auf ein langes Leben. Wer früh stirbt, für den lohnt sich das nicht.

    Rürup-Rente und BU sollen nicht kombiniert werden. Die BU-Rente ist nämlich im Auszahlungsfall nachteilig steuerpflichtig, wodurch sich 2 separate Verträge für BU und Rurup häufig eher lohnen würden. Außerdem ist bei eine integrierten BU das Problem vorhanden, dass man die Rürup nicht dauerhaft beitragsfei stellen kann, ohne die BU auch beitragsfrei zu stellen. Bei separaten Verträgen ist das kein Problem.

    Bei der Anpassung stellt sich die Frage, wie die Abschlussgratifikationen berechnet werden. Die Abschlusskosten falle n ja zu Beginn an. Wer zu hoch einsteigt und senken muss, hat höhere relative Kosten.

    Rürup ist unter bestimmten Voraussetzungen nicht Hartz-4-sicher.

    Ich meine, fachkundige Beratung sieht anders aus.

    Kommentar von A. Mueller — 28. August 2013 @ 22:45

  5. Ein sehr lesenswerter Artikel. Die Gestaltung des Investmentportfolios ist übrigens völlig frei wählbar und man kann je nach Anspardauer und Risikoappetit individuell planen. Gerade hier ist fachkundige Beratung unverzichtbar. Ran an den Speck, oder wie Dr.Grabmaier schreibt: Pack’s an!

    Kommentar von Reinhard Berben — 28. August 2013 @ 12:58

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