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8. Juli 2013, 09:00
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“Wir wollen unsere Position im bAV-Breitengeschäft ausbauen”

Fabian von Löbbecke, Vorstandsvorsitzender von Talanx Pensionsmanagement, ist beim Kölner Versicherer HDI für die betriebliche Altersversorgung (bAV) zuständig. Im Interview mit Cash.-Online äußert er sich zum Marktpotenzial der Betriebsrente.

Fabian von Löbbecke, Talanx Pensionsmanagement

Fabian von Löbbecke, Talanx Pensionsmanagement: “Die Nachfrage ist enorm.”

Cash.: Die bAV gilt als sehr erklärungsbedürftiges Produkt. Wie bewerten Sie vor diesem Hintergrund die Aussage, “wer die bAV am besten berät, entscheidet auch den Wettbewerb für sich”?

Löbbecke: Diese Aussage kann ich voll und ganz unterschreiben. Wir bei HDI bieten Arbeitgebern, neben einer breiten Produktpalette, umfangreiche Dienstleistungen zur bAV. Die Nachfrage ist enorm. Kaum ein Unternehmen kann komplexe Vorgänge wie die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen im Alleingang bewältigen.

Wer hier als Versicherer oder Vermittler unterstützen kann, hat beim Arbeitgeber einen dicken Stein im Brett. Schließlich zählt bei der bAV für das Unternehmen nicht nur die finanzielle Leistungsfähigkeit der Produkte. Es geht zum Beispiel auch darum, das betriebliche Versorgungswerk sicher zu gestalten und Haftungsrisiken zu minimieren.

Welches Marktpotenzial hat die bAV noch zu bieten und wie gedenkt Ihr Haus dieses Potenzial auszuschöpfen?

Die bAV bietet Vermittlern und Versicherern enorme Möglichkeiten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers hat in einer aktuellen Studie berechnet, dass der Markt noch Potenzial für bAV-Verträge mit einem Prämienvolumen von 6,5 Milliarden Euro besitzt. Von diesem Kuchen will sich HDI ein großes Stück sichern.

Dabei ist unser wertvollstes Pfund das Expertenwissen über die Einrichtung und Weiterentwicklung von betrieblichen Versorgungswerken. Damit punkten wir regelmäßig bei Ausschreibungen. Auch die Bandbreite unserer Produkt-Range inklusive biometrischer Bausteine wird dazu beitragen, unsere Position im bAV-Breitengeschäft auszubauen.

Welche Trends stellen Sie im bAV-Markt fest und wie stellen Sie sich darauf ein?

Ich stelle fest, dass Unternehmen die bAV wieder verstärkt als personalpolitisches Instrument begreifen. Ursache ist der Fachkräftemangel in Deutschland. Arbeitgeber müssen ein attraktives Leistungspaket bieten, um für die besten Köpfe interessant zu sein. Zu diesem Paket gehört die bAV – und zwar zwingend mit Arbeitgeber-Zuschuss.

Ein weiterer Trend ist der Wunsch von Unternehmen, Pensionsverpflichtungen auszulagern, zum Beispiel um bilanzielle Belastungen zu reduzieren. Bei solchen hochkomplexen Transaktionen unterstützen wir mit Rat und Hilfe – und natürlich entwickeln wir unsere Beratungskompetenz kontinuierlich weiter.

Interview: Lorenz Klein

Foto: HDI

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