Anzeige
28. Oktober 2013, 08:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Top-BU, Basis-BU, EU: Neue Wege der Arbeitskraft-Absicherung

Die Zahl derer, die sich zur Absicherung ihrer Arbeitskraft eine klassische BU leisten können, nimmt ab. Die Entwicklung hin zu immer mehr Berufsgruppen schafft Bedarf an Alternativen, um mehr Verbrauchern die Chance auf eine der wichtigsten Absicherungen zu geben.

Gastbeitrag von Michael Franke, Franke & Bornberg

Berufsgruppen

Die schon fast verzweifelte Suche mithilfe von Tarifierungsmerkmalen immer günstigere Preise darzustellen, ist zum Selbstzweck geworden und hat längst den Boden der langfristigen Stabilität verlassen.

Jeder vierte Arbeitnehmer wird erwerbsunfähig – im Durchschnitt schon mit 43 Jahren. Auch wenn dieser Befund nur statistische Mittelwerte wiedergibt, gibt es bei den Versicherungsexperten der Medien, Verbraucherschützern und in der Branche keinen Zweifel: Der präventive Schutz der Arbeitskraft ist für Erwerbstätige angesichts der Bedeutung von Arbeit und Einkommen besonders wichtig.

Zumal von der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente oft wenig bis nichts zu erwarten ist.

Drei Viertel der Erwerbstätigen ohne private Absicherung

Doch Fakt ist auch: Die Absicherungsquote hat sich in den letzten Jahren nicht erhöht, rund drei Viertel der Erwerbstätigen haben keine private Absicherung.

Die Zahlen machen den Versorgungsnotstand deutlich: Über 41 Millionen Menschen, die mittlerweile einer bezahlten Arbeit in Deutschland nachgehen, stehen im Jahr 2013 nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 16,9 Millionen Berufsunfähigkeitsversicherungen gegenüber, davon nur 3,4 Millionen selbstständige BU-Verträge.

Der Rest sind Zusatzverträge, die oft nur die Beitragsbefreiung eines anderen Vertrages beinhalten. Es wird also höchste Zeit, dass die Branche ihrem Versorgungsauftrag nachkommt.

Berufsgruppen

Erhebliche Preisunterschiede in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Marktvergleich unter 40 Versicherern; Berechnungsbasis: 1.500 Euro monatliche BU-Rente, Eintrittsalter 35 Jahre, versichert bis 67 Jahre; ausgewiesen ist je Beruf der niedrigste und der höchste Nettobeitrag.

BU-Schutz für viele unbezahlbar

Die Versicherer konzentrieren sich seit Jahren darauf, die hochkarätigen BU-Tarife noch attraktiver zu machen, gleichzeitig ist ein Preiswettkampf um die attraktivsten Berufe entbrannt. Kaufmännische und akademische Berufe sind hier klar im Vorteil, stabile oder sogar sinkende Beiträge sind der Regelfall.

Besonders problematisch ist die Tatsache, dass umgekehrt der effektive BU-Schutz gerade für diejenigen unbezahlbar wird, die ihn am nötigsten brauchen. Denn für Berufe mit höherem Risiko wie Maler oder Berufskraftfahrer haben sich die Preise in den letzten Jahren zum Teil deutlich erhöht.

Versicherer mit wenigen Berufsgruppen sind für diese Zielgruppe noch am günstigsten, leiden aber darunter, dass die besten Berufe zu den Versicherern mit vielen Berufsgruppen abwandern. So entsteht eine Spirale, die am Ende auch das Aus der BU für immer mehr Berufe zur Folge hat.

Seite zwei: Monatsbeiträge von 300 Euro keine Seltenheit

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Axa strukturiert Vorstand um – Dahmen geht

Die Axa gibt ihrem Konzern in Deutschland zum 1. Januar eine neue Struktur. Dazu wird der Versicherer die Vorstandsressorts bündeln, um damit gezielt für weiteres Kundenwachstum aufgestellt zu sein.

mehr ...

Immobilien

Gebrauchtimmobilie: Gekauft wie gesehen?

Beim Kauf einer gebrauchten Immobilie sollte nicht gleich der erste Eindruck entscheiden. Wer genauer hinschaut, kann teure Überraschungen vermeiden. Ist der Vertrag erst unterschrieben, wird es schwierig, Baumängel geltend zu machen.

mehr ...

Investmentfonds

Der Weg zur Planwirtschaft

Die expansive Geldpolitik lähmt Innovationen und lässt Blasen entstehen, die platzen werden. Die größte Gefahr ist, dass gescheiterte Unternehmen verstaatlicht werden. Davor warnte gestern auf dem Faros Institutional Investors Forum Professor Gunther Schnabl. Gibt es einen Ausweg aus diesem Szenario?

mehr ...

Berater

EZB-Präsident und Deutsche-Bank-Chef fordern Kapitalmarktunion

EZB-Präsident Mario Draghi und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing haben einmal mehr einheitliche Regeln für Banken und die Kapitalmärkte in Europa gefordert. Das sei die einzige Antwort auf die Bedrohungen denen sich die Währungsunion ausgesetzt sehe.

mehr ...

Sachwertanlagen

Noch immer Prozesse rund um die Göttinger Gruppe anhängig

Die Pleite der Securenta/Göttinger Gruppe im Jahr 2007 beschäftigt noch immer die Gerichte. Das belegt ein aktueller Beschluss des BGH: Er hatte in Zusammenhang mit einer überlangen Verfahrensdauer eines der Prozesse zu entscheiden. 

mehr ...

Recht

Kampf ums “Bayerische”: Watschn vom Richter

Nach langwierigem Prozess über zwei Instanzen wird ein Hahnenkampf zweier Versicherungen ums “Bayerische” aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Offensichtlichen enden: Ein bayerisches Unternehmen darf sich auch bayerisch nennen.

mehr ...