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8. Januar 2013, 13:04
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Nachhaltiges Wirtschaften: Versicherer noch zu zaghaft

Die Versicherer in Deutschland unternehmen zu wenig, um sozial und ökologisch zu wirtschaften. Zu dieser Einschätzung kommt das Beratungsunternehmen Steria Mummert Consulting, das in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut eine Studie zur “nachhaltigen Wertschöpfung” erstellt hat.

Nachhaltigkeit: Versicherer noch zu zaghaft

Laut der Studie stellt die Assekuranz hinsichtlich des nachhaltigen Wirtschaftens das Schlusslicht der untersuchten Branchen dar: 50 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte aus deutschen Versicherungen sind der Ansicht, dass ihr Unternehmen Investionen vorgenommen hat oder diese plant, um die Nachhaltigkeit der eigenen Wertschöpfung zu verbessern – über alle Branchen betrachtet liegt die Quote mit 74 Prozent deutlich darüber. Führend sind demzufolge die Banken, von denen 82 Prozent in diesem Bereich Investitionen vornehmen oder vorhaben.

Nachhaltigkeit: Versicherer noch zu zaghaft

Ronald Mentzl-Heitmann, Steria Mummert Consulting

Darüber hinaus garantiere nur jede zweite Versicherung die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards. Produkte mit nachhaltigen oder ökologischen Merkmalen biete sogar nur jede dritte an, so die weiteren Ergebnisse der Studie.

Nach Ansicht der Unternehmensberater laufen die Versicherer somit Gefahr, den Anschluss an einen der wichtigsten aktuellen Wirtschaftstrends zu verlieren: “Soziales und ökologisches Engagement ist längst ein relevanter Wachstumsfaktor. Das gilt auch und gerade für die Versicherungsbranche”, sagt Berater Ronald Mentzl-Heitmann.

Wie die Studienmacher berichten, achteten gerade junge Menschen verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit und fragten gezielt darauf zugeschnittene Produkte nach. Wer am Gemeinwohl interessiert und ökologisch orientiert sei, verfüge darüber hinaus im Schnitt über ein höheres Nettoeinkommen und bessere Schadenverläufe – eine attraktive Zielgruppe für die Versicherer.

Nachhaltigkeit über soziale Netzwerke kommunizieren

Branchenexperte Mentzl-Heitmann empfiehlt den Assekuranzen, “Nachhaltigkeit fest in die Unternehmensstrategie zu integrieren – und dieses Engagement über soziale Netzwerke wie Facebook zu kommunizieren.” Denn dort erreiche man die junge, an Nachhaltigkeit orientierte Zielgruppe besonders gut.

Zumindest dieses Potenzial scheint die Branche aus Sicht von Mentzl-Heitmann bereits für sich entdeckt zu haben: Zwei Drittel der befragten Versicherungen nutzen bereits soziale Netzwerke, weitere acht Prozent planen dies.

Die Erkenntnisse der Studie basieren nach Angaben von Steria Mummert auf einer Online-Befragung, an der 244 Fach- und Führungskräfte aus verschiedenen Branchen der deutschen Wirtschaft teilnahmen. (lk)

Fotos: Shutterstock; Steria Mummert Consulting

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