10. Januar 2013, 12:59
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Morgen & Morgen zieht erste Unisex-Bilanz

Das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) hat nach Einführung der neuen Unisex-Tarife eine erste Bilanz bei Lebensversicherern gezogen: Demnach hätten sich die Prognosen für die Altersvorsorge bestätigt, die größten Verschiebungen gab es in der Risikolebensversicherung.

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Die höhere Lebenserwartung von Frauen und damit das höhere Risiko in Bezug auf die Langlebigkeit werde in der Altersvorsorge nun auf beide Geschlechter verteilt, erklären die Analysten aus Hofheim. “Männer bekommen mit den neuen Unisex-Tarifen für den gleichen Beitrag im Schnitt tendenziell weniger Rente”, sagt M&M-Geschäftsführer Stephan Schinnenburg.

Große Unterschiede bei klassischer Rente

Für einen monatlichen Beitrag von 200 Euro ändere sich folgendes bei der Rentenhöhe der neuen Unisex-Tarife:

Bei der fondsgebundenen Basisrente mit Beitragsgarantie reduziere sich die monatlich garantierte Rente im Schnitt um über fünf Euro für Männer.

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Bei der klassischen Basisrente liege das Minus für Männer sogar bei mehr als 17 Euro pro Monat, während Frauen im Schnitt mit zwölf Euro mehr rechnen können.

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

In der klassischen Rente verlieren Männer im Durchschnitt rund 21 Euro monatlich. Für Frauen bringen die neuen Unisex-Tarife hingegen fast neun Euro mehr Rente.

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Eine Gegenüberstellung von Bisex- und Unisex-Tarifen im Hinblick auf ihre Ablaufleistungen ist in der Altersvorsorge laut M&M aufgrund der Änderung der Überschussdeklaration nicht aussagekräftig und wurde daher nicht betrachtet.

Preiskampf in der Berufsunfähigkeitsversicherung hält an

“In der Berufsunfähigkeit zeichnet sich keine klare Tendenz im Hinblick auf die Geschlechter ab”, stellt Schinnenburg weiter fest. “Die Beitragskalkulation scheint sich eher an dem Mischungsverhältnis im jeweiligen Beruf zu orientieren. Auch der Preiskampf im Hinblick auf die risikoarmen Berufsgruppen scheint sich bei den Unisex-Beitragskalkulationen wiederzufinden“, analysiert der M&M-Chef.

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Stephan Schinnenburg, Morgen & Morgen

Seite zwei: Größte Verschiebungen bei Risikolebensversicherung

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2 Kommentare

  1. Korrektur: Der einzige, der von Unisex garantiert profitiert, sind die Versicherer

    Kommentar von Stefan — 11. Januar 2013 @ 11:56

  2. Die Beiträge für Frauen in der PKV sind sogar teilweise erheblich gestiegen! Beispiel für stationären
    Zusatztarif mit 1-Bettzimmer der
    Allianz für eine 55-jährige Frau:
    Bisexprämie: 75,71, Unisexprämie:
    95,63.-!!! Ich halte dies für eine unverschämte Abzocke, für die es keine Rechtfertigung gibt. Der einzige, der von Unisex garantiert,
    sind die Versicherer. Wer hätte das gedacht (Achtung, ironisch gemeint)

    Kommentar von Stefan — 11. Januar 2013 @ 11:54

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