Anzeige
11. März 2014, 15:47
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bewertungsreserven: BdV warnt vor “hysterischem Schnellschuss”

Nachdem sich Vermittlerverbände deutlich gegen die Eckpunkte des geplanten Hilfspakets für die Lebensversicherer ausgesprochen haben, kommt auch von den Verbraucherschützern Kritik: Der Bund der Versicherten (BdV) sieht die “verfassungsrechtlichen Ansprüche” der Kunden gefährdet.

Axel Kleinlein, Bund der Versicherten

Axel Kleinlein, BdV: “Die Versicherungswirtschaft hat keine Hilfspakete der Regierung nötig, der Branche geht es gut – im Gegensatz zu deren Kunden.”

Während sich die Vermittlerverbände BVK und Votum vor allem an den Begleitmaßnahmen des Hilfspakets stören – eine Deckelung der Provisionen sowie eine Verlängerung der Stornohaftzeiten für Versicherungsvermittler – halten die Verbraucherschützer das Gesetzesvorhaben per se für falsch: “Die Versicherungswirtschaft hat keine Hilfspakete der Regierung nötig, der Branche geht es gut – im Gegensatz zu deren Kunden”, sagt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV.

“Hysterischer Schnellschuss der Regierung”

Die Regierung wolle den Kunden “die verfassungsrechtlich verankerte Beteiligung an den Bewertungsreserven per Handstreich entziehen” und diese den Versicherungsgesellschaften zuführen, zürnt Kleinlein.

Den Verbraucherschützern missfällt vor allem, dass das Gesetz bereits ab dem Tag der Verabschiedung im Kabinett – und nicht im Bundestag – gelten soll. Dies könnte einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) zufolge schon diesen Monat passieren.

Dadurch werde den Kunden jeglicher Spielraum genommen, so Kleinlein, auf diese Entscheidung angemessen zu reagieren. “Dieser hysterische Schnellschuss der Regierung führt dazu, dass Milliardenbeträge aus den Altersvorsorgeverträgen der Verbraucher verschwinden.” Die Regierung mache sich hier zum “Handlanger der Versicherungsbranche”. (lk)

Foto: Christof Rieken

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

“Silver Surfer” erobern das WorldWideWeb

Die Digitalisierung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Studie “D21-Digital-Index 2018 / 2019”, die die Initiative D21 heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie präsentiert.

mehr ...

Immobilien

Dr. Klein: Boom im Osten, Rekorde im Norden

Ob nun Hamburg, Hannover, Berlin oder Dresden – im Norden und Osten der Bundesrepublik steigen die Immobilienpreise in allen Metropolregionen an. Trotzdem gibt es deutliche Preisunterschiede.

mehr ...

Investmentfonds

Davos: Kritik am Weltwirtschaftsforum

Heute beginnt das 49. Weltwirtschaftsforum in Davos unter der Überschrift: “Globalisierung 4.0: Auf der Suche nach einer globalen Architektur im Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution”. Kritik gibt es nicht nur an Besuchern wie dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro, sondern auch am Motto.

mehr ...

Berater

Rechtsstreit mit dem Versicherer: Gefährliche Vakanzphase

Eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem privaten Krankenversicherer ist für den Versicherten nicht ohne Risiko. Für die Dauer des Prozesses ist sein Versicherungsschutz unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Gastbeitrag von Rechtsanwalt Christof Bernhardt

mehr ...

Sachwertanlagen

Ernst Russ AG verliert beide Vorstände auf einen Schlag

Sowohl der Vorstandssprecher Jens Mahnke als auch Vorstandsmitglied Ingo Kuhlmann werden im Juni beziehungsweise Ende März aus der Ernst Russ AG (ehemals HCI Capital) ausscheiden. Ein bisheriges Aufsichtratsmitglied springt ein.

mehr ...

Recht

Pflegeunterhalt: Wenn Kinder für ihre Eltern haften

Die Deutschen werden immer älter. Damit wächst auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Alten- und Pflegeheimen. Die Kosten hierfür sind hoch. Vielfach benötigen Eltern in diesem Fall die finanzielle Hilfe ihrer Kinder. Für diesen Fall gibt es genaue Regeln, wie eine Übersicht des Arag-Rechtsschutzes zeigt.

 

mehr ...