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11. März 2014, 11:29
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Vermittler lehnen Pläne zu Stornohaftzeit und Provisionsbegrenzung ab

Die Vermittlerverbände BVK und Votum üben heftige Kritik an einem möglichen Hilfspaket der Bundesregierung für die deutschen Lebensversicherer. Nach einem Medienbericht soll das Gesetzesvorhaben die Assekuranz finanziell entlasten, im Gegenzug soll es eine Provisionsbegrenzung sowie eine verlängerte Stornohaftzeit für Vermittler geben.

Michael H. Heinz, BVK

Michael H. Heinz, BVK-Präsident, lehnt das Gesetzesvorhaben der Bundesregierung ab.

Die Provisionen der Versicherungsvermittler zu deckeln und die Stornohaftungszeiten zu verlängern, seien kein Mittel gegen die Niedrigzinsphase, teilte der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) mit.

“Es ist absolut nicht nachvollziehbar, warum gerade Versicherungsvermittler, die mit ihrer sozial- und gesellschaftspolitisch unverzichtbaren Tätigkeit maßgeblich zu dem hohen Absicherungsniveau in Deutschland beigetragen haben, dafür Einkommensverluste zugunsten der Versicherungsunternehmen und eine Verlängerung der Stornohaftzeit hinnehmen sollten”, sagt BVK-Präsident Michael H. Heinz.

“Provisionsdeckel kuriert nur am Neugeschäft herum”

Heinz’ Branchenkollege Lüder Mehren, Vorstandsvorsitzender des Votum-Verbandes, äußert sich ebenfalls kritisch zu den Plänen der Bundesregierung: “Bei den diskutierten Entlastungen für Versicherer geht es um mehr Sicherheit für den Bestand. Mit einem Provisionsdeckel kuriert man aber am Neugeschäft herum und gefährdet das, was heute am wichtigsten ist: Eine umfassende und qualifizierte Beratung für alle!”

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) plant die Bundesregierung, dass die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven der Versicherer ausgesetzt werden soll. Damit würde eine wichtige Forderung der Lebensversicherer, die durch die Niedrigzinsphase stark unter Druck geraten sind, erfüllt werden. Gewissermaßen als Gegenleistung fordert die Bundesregierung von der Branche, dass sie die von den Vermittlerverbänden kritisierten Maßnahmen mitträgt. (lk)

Foto: BVK

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