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24. Februar 2014, 08:25
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CSS leitet Restrukturierung ein

Die schweizerische CSS Versicherung hat ein Restrukturierungsprogramm für den deutschen Markt angekündigt. Gerüchte über einen bevorstehenden Rückzug aus Deutschland trat der Versicherer damit entgegen. Allerdings sollen Partnerunternehmen der CSS mehr Kompetenzen erhalten.

Thomas Soltau, CSS Versicherung

Thomas Soltau löste Ende November 2013 Beat Moll an der Spitze der CSS Versicherung ab.

Ziel des Restrukturierungsprogramms sei es, sich strategisch neu auszurichten und die eigene Position im privaten Krankenversicherungsmarkt in Deutschland zu stärken, teilte die CSS in Vaduz mit. Demnach ist geplant, sich künftig auf eine Managementgesellschaft zu fokussieren und operative Aufgaben an “etablierte Partner in Deutschland zu übertragen”.

Zu diesen Partnern gehört unter anderem der Dienstleister Cordial, der bereits seit Mai 2012 Leistungsfälle von CSS-Kunden bearbeitet. Der ehemalige Cordial-Chef Thomas Soltau übernahm im November vergangenen Jahres die Leitung der CSS in Deutschland von Beat Moll.

Zur strategischen Neuausrichtung gehöre, so die CSS, die Produkte und Vertriebsservices weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang solle auch die persönliche Betreuung der Vertriebspartner optimiert werden. Zugleich plant die CSS, Kosten einzusparen und “effiziente Strukturen und Prozesse” zu schaffen, welche die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens “nachhaltig stärken” sollen, heißt es.

Großer Unmut bei Maklern erhöhte Handlungsdruck

Zur Höhe der Einsparziele und bis wann diese erreicht werden sollen, wollte sich eine CSS-Sprecherin auf Anfrage von Cash.-Online nicht äußern. Gleiches gilt für die Frage, wie die Betreuungssituation für die Makler konkret verbessert werden soll.

Immerhin wird deutlich, dass die CSS mit ihrem Programm die Flucht nach vorn ergreifen will, nachdem in den letzten Monaten der Handlungsdruck auf den Versicherer stetig zugenommen hat: Rechtsstreitigkeiten mit Maklergesellschaften sowie Beschwerden von Vermittlern und Kunden über die deutlichen Prämiensteigerungen bei Zahnzusatzversicherungen haben das Image der Gesellschaft stark belastet.

Die CSS bietet seit 2006 Krankenzusatzprodukte für den deutschen Markt an. Diese umfassen sowohl ambulante als auch stationäre Zusatztarife für gesetzlich Versicherte. (lk)

Foto: CSS

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3 Kommentare

  1. nach Art der Lebensversicherung ersetzt ja nun auch nicht gleichzeitig die Grundsätze einer ordentlichen, vorsichtigen und vor allem langfristigen Kalkulation. Wenn Vertriebsinteressen im Vordergrund stehen und Tarife “zu günstig” kalkuliert werden, geht es immer nach hinten los.

    Kommentar von Henri Steenfatt — 26. Februar 2014 @ 17:02

  2. Die CSS hat seit 2007 die Beiträge im Schnitt verdoppelt, das sollte ja mit der Kalkulation nach Art der Sachversicherung vermieden werden. Das sorgte für Unmut. Wobei sich andere auch nicht mit Ruhm bekleckert haben, ARAG nach Art der Lebensversicherung kalkuliert, hat seit 2007 auch verdoppelt. Die Makler bekommen es ab, obwohl jede Gesellschaft seine Kalkulation als Überragend bezeichnet hat. Dann warten wir mal ab, ob sich da von CSS jemand meldet, habe über 400 Kunden bei denen…

    Kommentar von Sebastian Sprenger — 26. Februar 2014 @ 00:48

  3. Da bin ich nun aber sehr überrascht, Beschwerden von Vermittlern über Prämiensteigerungen? Wussten die Kollegen denn nicht, dass es sich bei den CSS-Produkten um kalkulierte Schadenversicherungen handelt, nicht wie üblicherweise bei deutschen Krankenversicherungen nach Art der Lebensversicherung kalkuliert? Den gleichen Weg gehen nunmehr auch einige Anbieter bei der betrieblichen Krankenversicherung. Wer braucht auch schon eine stationäre Zusatzversicherung im Alter…

    Kommentar von Henri Steenfatt — 24. Februar 2014 @ 14:50

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