26. August 2014, 10:22
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Delta Lloyd versichert sich gegen Langlebigkeitsrisiko

Der Versicherer Delta Lloyd hat sich gegen das sogenannte Langlebigkeitsrisiko im niederländischen Heimatmarkt versichert. Die Vereinbarung mit der Reinsurance Group of America (RGA) sieht vor, dass der US-Rückversicherer im Bedarfsfall Kapitalanforderungen für Deckungsrückstellungen in Höhe von bis zu zwölf Milliarden Euro übernimmt.

Delta Lloyd versichert sich gegen Langlebigkeitsrisiko

Hauptsitz der Delta-Lloyd-Gruppe in Amsterdam.

Wie RGA und Delta Lloyd mitteilen, gilt die Langlebigkeits-Transaktion für sechs Jahre beginnend ab 1. Januar 2014 und betrifft die Delta Lloyd Levensverzekeringen N.V., dem Lebensversicherungs-Arm der Delta Lloyd Group.

Die Transaktion bilde die Zahlungsverpflichtungen in einem derivativen Finanzinstrument ab und basiere auf der Sterblichkeit der niederländischen Bevölkerung, heißt es. Demzufolge werde das zugrundeliegende Versicherungsgeschäft der Delta Lloyd zwar nicht im eigentlichen Sinne rückversichert, so RGA, allerdings erhalte das Unternehmen “die gewünschten Vorteile für die Kapitalunterlegung und das Risikomanagement”.

Delta Lloyd sichert sich gegen längere Laufzeiten von Renten ab

Nach Angaben von Delta Lloyd ist es das erste Mal, dass man einen Teil des Langlebigkeitsrisiko zu einem Rückversicherer transferiert habe. Die Vereinbarung mindert die finanziellen Auswirkungen für Delta Lloyd, für den Fall, dass Versicherungsnehmer länger leben als vom Versicherer prognostiziert, was zu längeren Laufzeiten von Renten und Pensionszahlungen führen würde.

“Delta Lloyd wird auch weiterhin nach Möglichkeiten suchen, das Langlebigkeitsrisiko im Rahmen des Kapitalmanagements effizienter zu tragen”, sagte Niek Hoek, Vorstandsvorsitzender von Delta Lloyd. “Diese Transaktion bietet uns mittelfristigen Schutz vor den wachsenden Kosten im Zusammenhang mit der steigenden Lebenserwartung”, so Hoek.

Die Veinbarung mit RGA helfe der Gruppe ihre Ratings zu verbessern sowie den Verpflichtungen gegenüber Kunden und anderen Gläubigern nachzukommen, ergänzt der Delta-Lloyd-Chef. (lk)

Foto: Delta Lloyd

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