Anzeige
2. Dezember 2014, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Firmeninsolvenzen auch in 2015 ein Thema

Die Atradius Kreditver­sicherung rechnet damit, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in vielen Ländern auch 2015 weit über dem Niveau von 2007 liegen wird.

Welt-und-Kursgedo Hns-750 in Firmeninsolvenzen auch in 2015 ein Thema

Atradius rechnet im kommenden Jahr mit deutlich mehr Ausfällen als noch vor Beginn der Finanzkrise.

Die Weltwirtschaft hat die­ses Jahr mit einem unerwartet niedrigen Wachstum enttäuscht. Obwohl die Anzahl der Unterneh­mensinsolven­zen in den meisten Ländern leicht zurückgegangen ist, bleibt die Quote hoch und liegt immer noch weit über dem Niveau von 2007. Der weltweite Wachstumsrückgang sorgt generell für schwierigere wirtschaftliche Rahmenbedingungen und treibt die Zahl der Unternehmensinsolven­zen in die Höhe. Daher rechnen wir für 2015 mit einem gleichbleibend hohen Insolvenzniveau in den meisten Ländern”, erklärt John Lorié, Chefökonom von Atradius.

Euroraum: Insolvenzquote doppelt so hoch

Die positiveren Wirtschaftsaussichten vom Frühjahr 2014 seien in erster Linie durch die enttäuschende Wirtschaftsentwicklung im Euroraum getrübt worden. Anhaltende struktu­relle Ungleichge­wichte und die niedrige Inflation dämpften das Wachstum und unterstreichen die Fragilität der Konjunkturerholung im Euroraum. So sei die Zahl der Unternehmensinsolven­zen in Frankreich, Italien und Griechenland in die­sem Jahr weiter angestiegen.

Die Insolvenzquote im Euroraum liegt weiterhin doppelt so hoch wie 2007. In den Randstaaten der Eurozone ist die Quote im Vergleich zu 2007 nach wie vor mehr als 3,5-mal so hoch.

Schwellenländer: schwaches Wirtschaftswachstum und Unternehmenszusammenbrüche

Auch in den Schwellenländern werde die Zahl der Unternehmenszusammen­brüche voraussicht­lich weiter steigen. Kapitalabflüsse, niedrigere Rohstoffpreise und das verlang­samte Wachstum in den Industrieländern bremsten dort das Wirtschaftswachstum und trieben die Insolvenzquote in die Höhe. Die Wirtschaftsaussichten Lateinamerikas hätten sich deutlich verschlechtert, da Brasilien, die größte Volkswirtschaft der Region, voraussicht­lich stagnieren werde.

In China habe sich ebenfalls die Konjunktur abgekühlt, was die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in die Höhe treiben dürfte.

Insolvenzquote in USA und GB trotz positiver Konjunkturentwicklung deutlich höher

Dagegen stütze die Konjunkturentwicklung in den USA, in Großbritannien und in Asien zur­zeit die globale Wirtschaft. Die USA verzeichneten seit geraumer Zeit einen Wiederauf­schwung auf breiter Basis, weshalb dort in den letzten Jahren die Zahl der Unternehmensinsol­ven­zen gefallen ist. Allerdings werde 2015 kein weiterer Rückgang erwar­tet.

Der Aufschwung in Großbritannien hat nach Meinung von Atradius 2014 weiter an Dynamik gewonnen, und die An­zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte um drei Prozent sinken. Allerdings werde auch für Großbritan­nien 2015 ein gleichbleibend hohes Insolvenzniveau erwartet. Trotz der Rück­gänge in den letzten Jahren lägen die Insolvenzquoten in den USA und Großbritannien weiter­hin fünf beziehungsweise 16 Prozent höher als 2007.

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Risiko-LV: Kunden gewinnen, Abschlussquoten steigern

Risiko-Lebensversicherungen machen laut Branchenzahlen mehr als ein Fünftel des Neugeschäftes der deutschen Lebensversicherer aus. Was Anbieter tun können um sich im Wettbewerb erfolgreich aufzustellen, hat das Marktforschungsinstitut Heute und Morgen untersucht.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Alzheimer-Forschung: Was der aktuelle Stand für Investoren bedeutet

Alzheimer betrifft allein in den USA und Europa 15 Millionen Menschen, Tendenz steigend. Bis heute wurde kein Wirkstoff gefunden, mit dem sich Alzheimer verlangsamen lässt. Die Ursachen sind ungeklärt, verschiedene Thesen werden aktuell diskutiert. Der hohe Bedarf an Behandlungsmethoden birgt ein großes Potenzial für Investoren. Gastbeitrag von Mina Marmor, Sectoral Asset Management

mehr ...

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...