Anzeige
4. Dezember 2014, 09:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wachstumsmotor Pflege-Bahr stottert

Die Branche der privaten Krankenversicherung (PKV) ist im vorigen Jahr in der Zusatzversicherung gewachsen. 2014 scheint sich das Wachstum im Segment der geförderten Pflegevorsorgeversicherung, auch Pflege-Bahr, allerdings einzutrüben.

Gastbeitrag von Reiner Will, Assekurata

Pflegevorsorgeversicherung

Reiner Will, Assekurata: “Festzuhalten bleibt, dass das Thema Pflege eine große volkswirtschaftliche Herausforderung darstellt.”

Gewachsen ist die PKV-Branche letztes Jahr in der Krankenzusatzversicherung. Sie war in den vergangenen Jahren Wachstumstreiber. 461.400 Verträge oder zwei Prozent betrug das Plus 2013 und lag damit in etwa auf Vorjahresniveau.

Auch 2014 dürfte das Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Wesentliche Impulse gingen hierbei von der Pflegeergänzungsversicherung aus.

Deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr

Herauszustellen ist hier insbesondere die geförderte Pflegevorsorgeversicherung, wie sich der Pflege-Bahr offiziell nennt. Etwas mehr als eine halbe Million Pflegezusatzversicherungen (527.500) wurden im vergangenen Jahr laut Angaben des PKV-Verbandes abgeschlossen, von denen zwei Drittel (353.400) staatlich geförderte Tarife sind, was verbandsseitig als großer Erfolg gewertet wird.

Die Branche verzeichnet damit im Geschäftsjahr 2013 einen Zuwachs von rund 24 Prozent, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (plus 16,3 Prozent) darstellt. Die ursprünglichen Erwartungen von Seiten der Politik mit 1,5 Millionen Verträgen allein im ersten Jahr wurden damit allerdings verfehlt.

Wachstum trübt sich ein

2014 scheint sich das Wachstum in diesem Segment allerdings einzutrüben. Nachdem bereits bis Ende Januar 2014 über 400.000 Menschen eine geförderte Pflegevorsorge abgeschlossen hatten und sich der Verband vor diesem Hintergrund optimistisch gezeigt hatte, dass zum Jahresende die Eine-Million-Marke überschritten werden könnte, müssen diese Erwartungen wohl deutlich heruntergeschraubt werden.

Seite zwei: Volkswirtschaftliche Herausforderung Pflege

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Das ist ähnlich wie die Riester-Rente nichts ganzes. Wer die Pflege-Bahr-Police abschließt hat einen Schutz der den Namen nicht verdient. Die Absicherung ist nicht ausreichend

    Kommentar von Jan Lanc — 5. Dezember 2014 @ 11:00

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Die hartnäckigsten Vorurteile gegen aktive Fonds

Aktive Fonds schaffen es selten, langfristig ihren Index zu schlagen und sind zudem noch teurer als Indexfonds (ETFs). Dieses Argument für passives Investieren wurde von zahlreichen Studien bestätigt. Doch so einfach ist es nicht. Welche aktiven Fonds überlegen sind: Gastbeitrag von Thomas Romig, Assenagon Teil 1

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...