Wachstumsmotor Pflege-Bahr stottert

Die Branche der privaten Krankenversicherung (PKV) ist im vorigen Jahr in der Zusatzversicherung gewachsen. 2014 scheint sich das Wachstum im Segment der geförderten Pflegevorsorgeversicherung, auch Pflege-Bahr, allerdings einzutrüben.

Gastbeitrag von Reiner Will, Assekurata

Reiner Will, Assekurata: „Festzuhalten bleibt, dass das Thema Pflege eine große volkswirtschaftliche Herausforderung darstellt.“

Gewachsen ist die PKV-Branche letztes Jahr in der Krankenzusatzversicherung. Sie war in den vergangenen Jahren Wachstumstreiber. 461.400 Verträge oder zwei Prozent betrug das Plus 2013 und lag damit in etwa auf Vorjahresniveau.

Auch 2014 dürfte das Wachstum in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Wesentliche Impulse gingen hierbei von der Pflegeergänzungsversicherung aus.

Deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr

Herauszustellen ist hier insbesondere die geförderte Pflegevorsorgeversicherung, wie sich der Pflege-Bahr offiziell nennt. Etwas mehr als eine halbe Million Pflegezusatzversicherungen (527.500) wurden im vergangenen Jahr laut Angaben des PKV-Verbandes abgeschlossen, von denen zwei Drittel (353.400) staatlich geförderte Tarife sind, was verbandsseitig als großer Erfolg gewertet wird.

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Die Branche verzeichnet damit im Geschäftsjahr 2013 einen Zuwachs von rund 24 Prozent, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (plus 16,3 Prozent) darstellt. Die ursprünglichen Erwartungen von Seiten der Politik mit 1,5 Millionen Verträgen allein im ersten Jahr wurden damit allerdings verfehlt.

Wachstum trübt sich ein

2014 scheint sich das Wachstum in diesem Segment allerdings einzutrüben. Nachdem bereits bis Ende Januar 2014 über 400.000 Menschen eine geförderte Pflegevorsorge abgeschlossen hatten und sich der Verband vor diesem Hintergrund optimistisch gezeigt hatte, dass zum Jahresende die Eine-Million-Marke überschritten werden könnte, müssen diese Erwartungen wohl deutlich heruntergeschraubt werden.

Seite zwei: Volkswirtschaftliche Herausforderung Pflege

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