Pflegepolicen: Bedarf ohne Deckung

Viele Vermittler nutzen den sogenannten Pflege-Bahr als Gesprächsaufhänger, um auf die Versorgungslücke in der Pflege hinzuweisen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) rechnet damit, dass das geförderte Pflege-Produkt bis Jahresende die Schwelle zur Million überschreitet. Trotzdem bleibt die Schere zwischen Deckung und Bedarf bestehen.

PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach: „Die Bürger erkennen zusehends, dass es bei der Pflege eine Vorsorgelücke gibt.“

Der Gesamtbestand an geförderten und ungeförderten Pflegezusatzversicherungen in Deutschland lag zu Ende 2013 bei 2,7 Millionen Versicherungen. Davon entfallen rund 400.000 Verträge auf die Anfang 2013 eingeführte geförderte Variante Pflege-Bahr.

Pflege-Bahr: Bis Jahresende die Schwelle zur Million geknackt

Beim Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), dessen Mitgliedsunternehmen den Pflege-Bahr exklusiv als private Pflegetageldversicherung verkaufen, rechnet man damit, dass bis Jahresende die Schwelle zur Million überschritten wird.

„Die Bürger erkennen zusehends, dass es bei der Pflege eine Vorsorgelücke gibt“, sagt Verbandsdirektor Volker Leienbach. „Als Anreiz dazu, diese Lücke zu verringern, ist die geförderte Pflegezusatzversicherung bestens geeignet. Denn schon ab zehn Euro Eigenbeitrag pro Monat gibt es fünf Euro staatliche Förderung, also bis zu 33 Prozent Zuschuss.“

Nach anfänglichem Zögern nutzen inzwischen viele Vermittler den Pflege-Bahr als Gesprächsaufhänger, um auf die Versorgungslücke in der Pflege hinzuweisen – denn diese ist beträchtlich. So kostet ein Platz in einer stationären Pflegeeinrichtung in Deutschland im Monat etwa 2.400 Euro (Pflegestufe I) beziehungsweise 2.900 Euro (Pflegestufe II) und 3.300 Euro (Pflegestufe III).

Pflege-Bahr als „Sprungbrett“

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt aber in allen Fällen nicht einmal die Hälfte der Kosten ab. Sie zahlt in Pflegestufe I monatlich 1.023 Euro, in Stufe II 1.279 Euro und in Stufe III 1.550 Euro. Die Pflegelücke kann somit bis zu 1.800 Euro im Monat betragen.

Quelle: Basler Versicherungen

Seite zwei: Schere zwischen Bedarf und Deckung

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