18. März 2014, 12:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Roland Rechtsschutz: Brune löst Horrion ab

Gerhard Horrion, seit 1999 Chef des Versicherers Roland Rechtsschutz, verlässt das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Sein Nachfolger wird Rainer Brune. Der Personalwechsel erfolgte auf Betreiben des Roland-Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Thomas Buberl, der zugleich Deutschlandchef der Axa ist.

Gerhard Horrion, ehemals Roland Rechtsschutz

Seit 1994 war Gerhard Horrion als Vorstand für Roland Rechtsschutz tätig, seit 1999 als Vorstandsvorsitzender.

Am Ende war der Gegenwind zu stark: Gerhard Horrion wurde gestern auf der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratsitzung abberufen. Sowohl Axa-Chef Buberl, dessen Unternehmen zu 41,2 Prozent an Roland beteiligt ist, als auch Werner Görg, Chef des Mitaktionärs Gothaer (28,9 Prozent), drangen auf eine Ablösung Horrions.

Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” ging dem Führungswechsel ein “lange schwelender Streit” über die Zukunft der Roland-Gruppe und deren Eignerstruktur voraus. Demnach hatte Buberl mit dem Roland-Mitbewerber Arag Gespräche über eine mögliche Fusion geführt.

Brune wechselt vom Roland-Aufsichtsrat an die Vorstandsspitze

Als Interims-Lösung wird ab sofort Rainer Brune, Vorstand der Axa Versicherung und der DBV Deutsche Beamtenversicherung, die Geschicke bei Roland verantworten. Brune gehörte bislang dem Roland-Aufsichtsrat an. Dieses Mandat lässt er für die Dauer der Entsendung ruhen, das Vorstandsmandat bei der Axa und der DBV hat der 48-Jährige niedergelegt.

Gerhard Horrion, ehemals Roland Rechtsschutz

Rainer Brune war insgesamt 21 Jahre für den Axa Konzern und seine Vorgängergesellschaften tätig, davon sieben Jahre lang in den Vorständen der Axa Versicherung und der DBV Deutsche Beamtenversicherung.

Schindewolf wird Vorstand bei der Axa Versicherung

Dr. Hanns Martin Schindewolf tritt die Nachfolge Brunes an. Wie die Axa mitteilt, wird der 41-Jährige am 1. April 2014 in der Axa Versicherung AG die Verantwortung für das Privatkundengeschäft Sach-, Unfall-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherung (SUHK) von Brune übernehmen.

Schindewolf verantwortete seit 2008 alle Versicherungsaktivitäten des Autobauers Daimler. Vor dem Einstieg in den Daimler Konzern war er rund zehn Jahre bei der Unternehmensberatung Boston Consulting Group tätig. (lk)

Fotos: Roland Rechtsschutz

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Interne Qualitätsoffensive bei FiNUM.Finanzhaus

Bereits vor mehr als fünf Jahren der ging Finanzvertrieb FiNUM.Finanzhaus an den Start. Die Tochter der JDC Group AG bringt ihre Berater in der internen Wissensschmiede FiNUM.Akademie auf den neuesten Stand hinsichtlich Anlage- und Vorsorgeprodukte sowie regulatorischer Erfordernisse.

mehr ...

Immobilien

Wann für das selbstgenutzte Familienheim keine Erbschaftssteuer anfällt

Kinder können das Familienheim steuerfrei erben, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach dem Erbfall selbst einziehen. Nur in besonders gelagerten Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 28.5.2019.

mehr ...

Investmentfonds

Nervenkrieg um den Brexit geht weiter

Das Brexit-Drama geht abermals in die Verlängerung. Das britische Unterhaus verschob am Samstag die Entscheidung über das neue EU-Austrittsabkommen und fügte damit Premierminister Boris Johnson eine weitere empfindliche Niederlage zu. Nun ist Johnson eigentlich gesetzlich verpflichtet, bei der Europäischen Union eine Verschiebung des für 31. Oktober geplanten EU-Austritts zu beantragen. Und trotzdem will Johnson versuchen, den Termin noch zu halten.

mehr ...

Berater

Mehr Power für den Finanzvertrieb

Mit einer neuen IT-Lösung will die Inveda.net GmbH das Redaktionssystem mit dem Maklerportal vereinen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bundestag verabschiedet Reform der Grundsteuer

Der Bundestag hat am Freitag nach langem Ringen mit den Ländern Neuregelungen bei der Grundsteuer verabschiedet. Das Parlament stimmte außerdem einer Änderung des Grundgesetzes zu, damit Länder eigene Regelungen entwickeln können.

mehr ...

Recht

P&R: Weitere Anlegerklage gegen den Vertrieb abgewiesen

Ein Vertrieb, der Container der inzwischen insolventen P&R-Gruppe an eine Anlegerin verkauft hatte, hat seine Pflicht zur Plausibilitätsprüfung nicht verletzt. Das geht aus einem weiteren klageabweisenden Urteil hervor, das die Kanzlei Dr. Roller & Partner aus München erstritten hat.

mehr ...