Talanx trennt sich von Swiss-Life-Anteilen

Der Hannoveraner Versicherungskonzern Talanx hat seine restlichen Anteile am Schweizer Versicherer Swiss Life verkauft. Im Gegenwert von 214 Millionen Euro trennte sich das Unternehmen von seiner verbliebenen Beteiligung in Höhe von 5,03 Prozent. Mit dem Erlös will sich Talanx für die anhaltende Niedrigzinsphase rüsten.

Hauptsitz der Talanx-Gruppe in Hannover.

Wie der Versicherer am Donnerstagabend mitteilte, sollen die frei gewordenen Mittel vor allem zur bilanziellen Risikovorsorge verwendet werden. Talanx erhofft sich dadurch, die Risikobelastung für den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland zu reduzieren.

Gewinnprognose bleibt unverändert

Auf die Gewinnprognose des Unternehmens hat der Geldsegen keinen Einfluss. So strebt Talanx unverändert ein Konzernergebnis von mindestens 700 Millionen Euro für dieses und nächstes Jahr an.

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Die Transaktion begründet Talanx damit, dass die hervorragende Entwicklung der Swiss-Life-Aktie zu einem signifikanten Anstieg dieser sehr großen lebensversicherungsbezogenen Einzelposition im Talanx-Portfolio geführt habe. Dieses Risiko werde mit der Veräußerung abgebaut, heißt es.

Zudem bleibe Swiss Life für die deutschen Versicherer der Talanx-Gruppe, zu denen Marken wie HDI oder Neue Leben gehören, weiterhin ein wichtiger Vertriebspartner, erklärte das Unternehmen. (lk)

Foto: Talanx

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