Anzeige
2. September 2014, 17:35
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Tippgeber: Bafin plant Vorgaben für Zusammenarbeit

Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin plant einheitliche Vorgaben für die Zusammenarbeit mit Tippgebern einzuführen. Eine schriftliche Tippgebervereinbarung soll unter anderem eine Provisionstabelle und Datenschutzklauseln enthalten. Damit rückt die Bafin einmal mehr vertriebsbezogene Themen verstärkt in ihren Fokus.

Tippgeber

Die Bafin will einen konkreteren Rahmen für die Zusammenarbeit mit Tippgebern schaffen.

Die Bafin hat Anfang des Jahres eine Abfrage bei ausgewählten Versicherungsunternehmen durchgeführt, um sich einen Überblick über Umfang und Art der Zusammenarbeit zwischen Versicherungsgesellschaften und Tippgebern zu machen.

Anlass dieser Konsultation war unter anderem der Skandal um neun Beschäftigte der Debeka-Versicherungsgruppe, die laut Staatsanwaltschaft unberechtigterweise Daten von einem Tippgeber erhalten hatten.

Tippgeber als vertriebsrelevante Größe

Im Kern sollte festgestellt werden, inwieweit die Versicherer Tippgeber als vertriebsrelevante Größe wahrnehmen und innerhalb ihrer Geschäftsorganisation berücksichtigen. Zwar werden die Tippgeber von den Versicherungsvermittlern abgegrenzt, allerdings sind die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu mannigfaltig um einer pauschalen Aufsicht zu unterliegen.

Bei einer direkten Zusammenarbeit von Makler und Tippgeber sind die Kontrollmöglichkeiten auf Seiten der Versicherer dementsprechend gering. Zudem sehen die Versicherer bei der Einhaltung von Vorschriften die Tippgeber selbst in der Pflicht diese zu erfüllen.

Konkreteren Rahmen für Zusammenarbeit mit Tippgebern

Aus diesem Grund plant die Bafin das Rundschreiben mit Hinweisen zur Zusammenarbeit von Versicherungen und Vermittlern (Rundschreiben 9/2007 vom 23. November 2007) zu überarbeiten und insbesondere einen konkreteren Rahmen für die Zusammenarbeit mit Tippgebern zu schaffen.

Ein zentraler Punkt des aktualisierten Rundschreibens ist das Abschliessen einer schriftlichen Tippgebervereinbarung zwischen dem Tippgeber und dem Versicherer oder Versicherungsvermittler in dem Falle einer längerfristigen Zusammenarbeit, die eine Provisionstabelle enthalten sollte.

Die Tippgebervereinbarung sollte ebenso die Verpflichtung des Tippgebers enthalten, eine Nebentätigkeitsgenehmigung einzuholen und vorzulegen. Außerdem sollten Datenschutzklauseln enthalten sein. (nl)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

BRSG: Wer zuckt als Erstes beim Sozialpartnermodell?

Am 1. Januar 2018 fiel der Startschuss für das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG). Doch wie wurden die neuen Fördermöglichkeiten und das Sozialpartnermodell bisher angenommen? Und warum zögert der Mittelstand? Michael Hoppstädter, Geschäftsführer der Longial GmbH, gibt einen Überblick und wagt einen Blick in die Zukunft.

 

mehr ...

Immobilien

Maklerbefragung: Immobilien-Verrentung setzt sich durch

Aus Sicht der deutschen Makler setzt sich die Immobilien-Leibrente immer mehr durch. Das geht aus einer gemeinsamen Befragung des Immobilienverbands Deutschland IVD und der Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG hervor.

mehr ...

Investmentfonds

EU-Kommission prüft Haushaltsentwurf aus Rom

Erst kurz vor Fristende hat sich die italienische Regierung auf einen Haushaltsentwurf geeinigt. Wie vorauszusehen, will Rom seine Wahlversprechen durch neue Schulden finanzieren. Die Pläne werden international kritisiert und auch die Märkte sind verunsichert.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...