5. August 2014, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“BU-Pflichtangaben unbedingt wahrheitsgemäß beantworten”

Wie können Makler Risiken im Beratungsprozess entgegenwirken?

Der Makler ist gut beraten, wenn er den Versicherungsnehmer, wie schon erwähnt, bereits in der Beratung über die Problematik der vorvertraglichen Anzeigepflicht aufklärt und sodann alle Angaben abfragt. Er sollte deutlich darauf hinweisen, dass die Möglichkeit besteht, dass der Versicherer sich zu Lasten des Versicherungsnehmer vom Vertrag lösen kann, sofern falsche Angaben getätigt werden.

Zur Not sollte sich der Makler vom Kunden entsprechende Arztberichte vorlegen lassen und diese mit ihm erörtern. Zudem sollte der Makler seinen Kunden darüber aufklären, welche Rentenhöhe versichert werden sollte und bis wann das Endalter der Versicherung geplant werden soll.

Sodann empfiehlt es sich für den Makler, am Ende des Beratungsprozesses alles zu dokumentieren und seine Entscheidung explizit zu begründen. Idealerweise lässt er sich das Beratungsprotokoll gegenzeichnen.

Im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) ist eine Beteiligung der Kunden an Risikoüberschüssen mit 90 statt 75 Prozent vorgesehen. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für BU-Policen?

Es ist richtig, dass die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Risikoüberschüssen von 75  auf 90 Prozent, dem jetzigen Satz für die Beteiligung an den Kapitalerträgen, angehoben wird. Diese Änderung betrifft insbesondere die Überschüsse, die durch die Verwendung vorsichtiger Sterbetafeln entstehen.

Gleichzeitig wird es künftig einfacher sein, Finanzierungsdefizite beim Garantiezins mit anderen Überschüssen auszugleichen, wenn Kapitalerträge dazu nicht ausreichen. Es gibt im Rahmen der BU-Versicherung nun mehrere Möglichkeiten für den Versicherungsnehmer. Es kommt auch darauf an, was der Versicherer anbieten kann.

Seite vier: “Risikoüberschüsse durch den Versicherer verzinslich anlegen”

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bestnote: DFSI vergibt Triple-A an WWK

Das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) zeichnet die WWK Lebensversicherung in seiner aktuellen Studie zur Unternehmensqualität als einzigen Lebensversicherer mit der Bestnote AAA (Exzellent) aus. Bewertet wurden die Kriterien Substanzkraft, Produktqualität und Service. Die WWK konnte in allen drei Bereichen überzeugen und wurde damit erneut als führendes Unternehmen in der Branche ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Miete oft höher als 30 Prozent des Einkommens

Zwei Drittel der Wohnungssuchenden bereit, mehr für Miete zu zahlen als empfohlen Eine Faustregel lautet: Die Kaltmiete einer Wohnung sollte nicht höher als 30 Prozent des Nettoeinkommens des Mieters sein.

mehr ...

Investmentfonds

Negativzinsen: Mehr als 300 Banken und Sparkassen erheben Strafzinsen auf Einlagen

Die Negativzins-Welle, die im Moment auf Sparer zurollt, hat in den vergangenen Wochen deutlich an Dynamik gewonnen. Allein im Oktober haben bislang mehr als 20 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt für private Einlagen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto eingeführt. Seit Jahresanfang sind rund 150 Geldhäuser diesem Schritt gefolgt.

mehr ...

Berater

Garantieverpflichtungen: Bei 24 Lebensversicherern reicht es nicht (mehr)

Bei 24 von 82 Lebensversicherern reichten die 2019 erwirtschafteten Erträge aus der Kapitalanlage nicht aus, um die Garantieverpflichtungen zu erfüllen und die gesetzlich vorgeschriebene Reserve zu bedienen. Das zeigt die aktuelle Analyse des Zweitmarkthändlers Policen Direkt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Finexity bringt dritten digitalen “Club-Deal”

Das Fintech Finexity AG erweitert sein “Club-Deal”-Angebot um ein Neubauprojekt in Hamburg. Das Projekt ist mit einem Volumen von über acht Millionen Euro das bisher größte im Portfolio des Hamburger Unternehmens und steht Investoren mit Anlagesummen ab 100.000 Euro offen.

mehr ...

Recht

Haftpflichtkasse muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen.

mehr ...