Anzeige
7. Mai 2015, 15:26
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“An neue Produkte muss sich der Markt noch gewöhnen”

Michael Franke, Geschäftsführer des Analysehauses Franke und Bornberg, erläutert im Interview die aktuellen Strategien der Versicherer im Bereich der Arbeitskraftabsicherung, die Gefahr einer Schieflage im BU-Markt und erklärt, warum eine Loslösung von der BU so schwer fällt.

Michael-Franke in An neue Produkte muss sich der Markt noch gewöhnen

Michael Franke: “Es macht wenig Sinn, alle Produkte zur Arbeitskraftsicherung nur an der BU zu messen.”

Cash.: Die Absicherung biometrischer Risiken, wie Arbeitskraftverlust, Pflegebedürftigkeit, Tod und Langlebigkeit, gehören zu den Kernkompetenzen, auf die sich die Versicherer verstärkt zurückbesinnen. Welchen Stellenwert hat dabei die Arbeitskraftsabsicherung in den Biometriestrategien der Versicherer?

Franke: Ganz unterschiedlich. Einen wesentlichen Einfluss hat das LVRG, denn Risikogewinne müssen jetzt zu 90 Prozent an Kunden ausgeschüttet werden. Die Marge für Versicherer ist somit gesunken. Einige Anbieter haben deshalb ihr Engagement bereits zurückgefahren, während andere sogar verstärkt investieren.

Eine erweiterte Strategie zur Arbeitskraftsicherung dürfte zu einer Imagefrage werden, denn bei rund 75 Prozent Nichtversicherten unter den Erwerbstätigen macht die Branche – auch politisch – keine gute Figur. Immer mehr Anbieter erkennen das und erweitern das Produktsortiment.

Im Februar erklärten Sie, dass die Versicherer den Ausbau von Modellen zur aktiven Begleitung des Kunden zu Beginn und während des Leistungsfalles forcierten. Was sind die Gründe für diese Entwicklung?

Es geht auch hier zum Teil um Imagefragen. Durch stärkere Unterstützung der Kunden im Leistungsfall wird der Versicherer positiv wahrgenommen. Der Bedarf ist offensichtlich, denn die Kunden sind bei Stellung des Leistungsantrags oft gesundheitlich schwer angeschlagen und werden dann mit umfangreichen Fragebögen zu Themen konfrontiert, über die sie sich vorher nie Gedanken gemacht haben.

Es gibt aber auch ganz pragmatische Gründe. Die Regulierungsdauer verkürzt sich und selbst Ablehnungen werden eher akzeptiert, da der Versicherer nicht mehr anonym bleibt und die Vorgehensweise nachvollziehbarer wird.

Seite zwei: “Man darf keine unrealistischen Erwartungen hegen

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Grundrente wird offensichtlich konkreter

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil plant eine Grundrente für Geringverdiener. Erste Präzisierungen wurden jetzt bekannt. 

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Absolute-Return: “Volatilität ist an sich nichts schlechtes”

Steigende Volatilität allein ist noch kein Grund, in Absolute-Return-Strategien zu investieren. Über die Stärken und Schwächen der Assetklasse sprach Cash. mit Claudia Röring, Leiterin Produktmanagement bei Lupus alpha.

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...