bAV und Niedrigzins: Wenig Bewegung im Angebotsportfolio

So zeichnet sich derzeit ein tiefgreifender Wandel in der Produktlandschaft der Lebensversicherer ab, dem sich auch die bAV nicht entziehen kann. Das langjährige Niedrigzinsumfeld sowie zuletzt die erneute Senkung des Garantiezinses in der Lebensversicherung zum 1. Januar 2015 hat die Debatte um die Zukunft von Garantien in der geförderten und nicht-geförderten Altersvorsorge stark befeuert.

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So arbeiten die Gesellschaften verstärkt an Produkten, die die Garantieansprüche der Versicherten zugunsten höherer Renditechanchen zurückschrauben sollen. Hierzu fließt ein bestimmter Anteil der Beiträge des Kunden in Fonds oder in Indexpartizipationen, um somit von den Gewinnaussichten an den Börsen zu profitieren – zugleich ist der Versicherte aber auch einem höheren Risiko ausgesetzt, wenn die Börsen nicht der gewünschten Entwicklung folgen.

Nachfrage der Arbeitnehmer nach erklärungsbedürftigen Produkten gering

Doch viele bAV-Verantwortliche vermitteln den Eindruck, als ob sie diese Diskussion kaum etwas anginge: Laut der Aon-Studie haben die Befragten bislang noch keinen dringenden Handlungsbedarf gesehen, ihr Entgeltumwandlungsangebot um alternative Garantieprodukte zu ergänzen.

Zugleich sei die Nachfrage der Arbeitnehmer nach diesen „neuen, aber auch stark erklärungsbedürftigen Produkten ebenfalls sehr gering“, schreiben die Studienautoren.

Eine Änderung für die Zukunft werde von den Teilnehmern nicht erwartet. Gleichwohl hält es Aon-Manager Teichmann für möglich, dass die Veränderungen im deutschen Versicherungsmarkt zu einem Umdenken in den Unternehmen führen könnte. (lk)

Foto: Shutterstock

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