2. Mai 2015, 09:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Bis 2020 jeder zweite BU-Fall psychisch bedingt”

Im zweiten Teil des Roundtable-Gesprächs sprach Cash. mit drei BU-Experten aus der Assekuranz über eine Reduktion der Komplexität bei der Beantwortung der Gesundheitsfragen und die Relevanz psychischer Erkrankungen bei den Risikofaktoren einer Berufsunfähigkeit.

Bu-rt-teilnehmer in Bis 2020 jeder zweite BU-Fall psychisch bedingt

Die Teilnehmer des Round Tables: Maximilian Beck, Basler Versicherungen (rechts), Christian Mähringer, HDI (oben) und Gordon Hermanni, Zurich Gruppe Deutschland (unten).

Cash.: Eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen unter 326 Verträgen ergab, dass die versicherte BU-Monatsrente im Schnitt nur bei 400 Euro und damit unterhalb der Grundsicherung liegt. Zugespitzt gefragt: Hilft die Berufsunfähigkeitsversicherung den Sozialkassen am Ende mehr als den Versicherten?

Maximilian Beck, Bereichsleiter Vertriebsförderung Lebensversicherung der Basler Versicherungen: Diese Zahlen kann ich nicht nachvollziehen. Laut der Statistik des Versicherungsverbandes GDV liegen selbstständige BUs im Durchschnitt bei einer Monatsrente von 990 Euro, in der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) beträgt sie etwa 550 Euro. Zumindest was die SBU angeht, sieht es also gar nicht so schlecht aus. Man muss auch deutlich sagen, dass zum Start des BU-Geschäfts Mitte der 1990er-Jahre viele Verträge vermittelt wurden, die hinsichtlich Endalter und versicherter Rentenhöhe schlicht und ergreifend nicht mehr zeitgemäß sind. Gleichwohl gibt es einen laufenden Beratungsauftrag und somit auch eine neue Beratungschance für den Vermittler.

Christian Mähringer, Vorstand Betrieb Leben bei HDI und Mitglied des Vorstands der Talanx Pensionsmanagement AG: Das sehe ich ähnlich wie Herr Beck. Hier ist der Berater gefordert, dem Kunden einen bedarfsgerechten und bezahlbaren Schutz anzubieten. Für Kunden mit niedrigem Einkommen kann die EU die beste Lösung sein. Zum Beispiel müsste eine 30-jährige Krankenschwester für einen BU-Schutz mit 1.000 Euro BU-Rente monatlich rund 142 Euro zahlen. Für die EU hingegen würde sie nur 63 Euro zahlen. Bei dem schmalen Budget einer Krankenschwester ist die EU die bessere Lösung.

Gordon Hermanni, Leiter Vertriebsdirektion Nord der Zurich Gruppe Deutschland: Grundsätzlich sind wir uns alle hier am Tisch darüber einig, dass der Weg zunächst über die BU und dann über die EU gehen sollte. Wir sind ein absoluter Verfechter der EU, trotzdem glaube ich, dass Ausschnittsdeckungen für den Kunden eine große Chance bieten, entsprechend seinem Einkommen eine Teil-Absicherung zu haben. Denn der Wunschgedanke, sich vollumfänglich abzudecken, ist bei den körperlich Tätigen in meinen Augen fast unmöglich zu erfüllen.

Seite zwei: “Mehr technische Unterstützung im Beratungsgespräch”

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Grundrente für 100 000 Menschen weniger

Weniger Menschen mit kleinen Renten als ursprünglich geplant sollen von der geplanten Grundrente profitieren. Im Einführungsjahr 2021 sollen es 1,3 Millionen Menschen sein – zuletzt war das Bundesarbeitsministerium von 1,4 Millionen ausgegangen. Auf die Rentenversicherung dürften Verwaltungskosten von mehreren hundert Millionen Euro zukommen. Das geht aus dem Referentenentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...

Immobilien

Bundesbank sieht in Deutschland weiterhin überhöhte Immobilienpreise

Die Bundesbank sieht trotz eines schwächeren Preisanstiegs im vergangenen Jahr nach wie vor ein überhöhtes Preisniveau am Immobilienmarkt in Deutschland. Auch wenn sich die Preisdynamik in den Städten 2019 abgeschwächt habe, hätten die Preise das fundamental gerechtfertigte Niveau weiterhin übertroffen, schreiben die Währungshüter in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

mehr ...

Investmentfonds

Nachhaltigkeit hört auf, wenn die Rendite sinkt

Ökologische Nachhaltigkeit hört bei vielen Deutschen auf, wenn es um das eigene Bankkonto geht. Das zeigt eine neue Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint. Deutsche sind dabei im Vergleich an grünen Finanzprodukten deutlich weniger interessiert als Österreicher und Schweizer.

mehr ...

Berater

UDI-Emission “te Solar Sprint IV” vor dem Totalverlust?

Die Emittentin der im Oktober 2016 aufgelegten Vermögensanlage “te Solar Sprint IV” warnt vor der Gefahr eines vollständigen Forderungsausfalls eines ausgereichten Nachrangrangdarlehens. Den Anlegern droht dann wohl der Totalverlust ihres Investments.

mehr ...

Sachwertanlagen

Hep tütet 600 Megawatt Solar-Projektvolumen in den USA ein

Hep, ein baden-württembergisches Unternehmen für Solarparks und Solarinvestments, erweitert die Aktivitäten in den USA und hat sich mit dem lokalen Projektentwickler Solops auf eine zu entwickelnde Gesamt-Kapazität von 600 Megawatt in den nächsten drei Jahren geeinigt.

mehr ...

Recht

Viele Betriebsrentner müssen auf Entlastung bei Beiträgen warten

Hunderttausende Betriebsrentner müssen voraussichtlich noch Monate auf eine Entlastung bei den Sozialbeiträgen warten. Das geht aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

mehr ...