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2. Mai 2015, 09:52
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“Bis 2020 jeder zweite BU-Fall psychisch bedingt”

Beck: Wir verfolgen diese Entwicklung sehr aufmerksam und mit großem Interesse. Ich glaube, dass die Branche zudem mehr intelligente Angebote zur Schadensprophylaxe machen sollte, wie das beispielsweise in der gewerblichen Schadenversicherung üblich ist und schon Tradition hat. Mit dem Konzept der Basler Sicherheitswelt versprechen wir, dass wir eventuellen Schäden so vorbeugen möchten, dass sie erst gar nicht entstehen. Mit dem VorsorgeBonus haben wir jetzt eine Präventivleistung an den Start gebracht. Der Kunde bekommt hier eine höhere Rente. Auf Basis der aktuellen Überschussbeteiligung sind das 20 Prozent mehr, wenn er sich ab 35 Jahren alle zwei Jahre beim Arzt durchchecken lässt und die Vorsorgeuntersuchungen im Vorsorgeheft dokumentieren lässt.

Krankheitsauslösenden Faktoren vorzubeugen, dürfte vor allem im psychischen Bereich im Interesse der Versicherer liegen: Die Zahl der psychischen Erkrankungen nimmt stetig zu. Wie gehen Sie mit dieser Entwicklung um?

Mähringer: Alle unsere Einkommensschutz-Tarife decken psychische Störungen ab: Das ist wichtig, denn: Ich prognostiziere, dass bis zum Jahr 2020 jeder zweite BU-oder EU-Auslöser einen psychischen Hintergrund haben wird. Deshalb ist echter Einkommensschutz für mich entscheidend. Das Schlimmste wäre, wenn der Kunde über keine Absicherung eines Risikos verfügt, das vielleicht in ein paar Jahren zu 50 Prozent die Ursache eines BU-oder EU-Falls bildet. Schon heute sind psychische Störungen für 41 Prozent aller Leistungsfälle verantwortlich. Wir haben ein Team, das sich vollumfänglich mit dem Thema Psyche beschäftigt. Das heißt, um die Qualität in der Regulierung aufrechtzuerhalten, ist eine Spezialisierung und eine stetige Fortbildung unverzichtbar.

Hermanni: Das Thema psychische Erkrankungen hat über die letzten Jahre, da stimme ich Herrn Mähringer zu, stark an Relevanz gewonnen. Die Herausforderung besteht hier vor allem darin, dass eine entsprechende Diagnose schwerer zu stellen ist als etwa bei einem Bandscheibenvorfall oder einer Krebserkrankung. Ich denke auch, dass Versicherer, die eine lange Erfahrung im Umgang mit Krankheitsbildern vorweisen können und zudem über große und alte BU-Bestände verfügen, wie wir bei Zurich, diese Veränderungen im Sinne der Kunden nutzen können. Wir befassen uns schon jahrzehntelang mit der Berufsunfähigkeit und dies kann entscheidend dazu beitragen, beim Kunden um Vertrauen zu werben.

Das Gespräch führte Lorenz Klein.

Foto: Anna Mutter

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