4. Juni 2015, 11:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Solvency II: “Interne Modelle müssen transparent sein”

Interne Modelle zur Berechnung des Kapitalbedarfs von Versicherern sind das Herzstück des EU-Finanzregelwerks Solvency II, das 2016 in Kraft tritt. Allerdings sollten die Kalkulationsverfahren nicht nur von einer kleinen Expertengruppe verstanden werden, fordert Andrew Bulley von der britischen Regulierungsbehörde PRA. “Wir wollen keine Black-Box, die nur für Aktuare verständlich ist”, sagte Bulley in London.

Interne Modelle

Gabriel Bernardino, Vorsitzender der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa, betonte in London die Bedeutung der Kommunikation zwischen Aktuaren und dem Vorstand.

Im Rahmen der europäischen Versicherungskonferenz, die am Dienstag in der britischen Hauptstadt tagte, betonte Bulley in seiner Funktion als Leiter Lebensversicherung bei der britischen Prudential Regulation Authority (PRA) die Wichtigkeit eines breiteren Verständnisses für die Berechnungsgrundlagen interner Modelle.

“Logik und Konsequenzen verstehen”

Versicherungsmanager sollten in der Lage sein, die Modelle und die dahinterliegende Logik und die Konsequenzen zu verstehen, so Bulley. Dieses Verständnis solle Vorstandsmitglieder in die Lage versetzen, die Modelle “kritisch zu hinterfragen”.

Auch Gabriel Bernardino, Vorsitzender der europäischen Aufsichtsbehörde Eiopa, betonte in London die Bedeutung der Kommunikation zwischen Aktuaren und dem Vorstand und sprach Erstere direkt an. “Um die Regulierungsbehörde von der Eignung des gewählten internen Modells zu überzeugen, müssen Sie sich selbst und Ihren Vorstand von dem Modellansatz überzeugen können”. Aus der umstrittenen Anwendung interner Modelle im Bankensektor müssten Lehren gezogen werden, so der Eiopa-Vorsitzende.

Ein internes Modell wird nach der etwas sperrigen Definition der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) “zur Entscheidung hinsichtlich der Verwendung zur Berechnung der Solvenzkapitalanforderung eines Versicherungs – oder Rückversicherungsunternehmens gemäß Solvabilität II vorgelegt”. (nl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BU: Nicht der Preis, sondern das subjektive Kaufrisiko verhindert den Abschluss

In 2018 waren 29 Prozent der Erwerbstätigen durch eine Berufsunfähig-keitsversicherung abgesichert. Immerhin eine Steigerung um 10 Prozentpunkte seit 2008, aber immer noch sind zwei Drittel der Erwerbstätigen ohne Schutz gegen einen Einkommensverlust durch Arbeitsunfähigkeit. Obwohl die Sensibilität für eine Absicherung des Wohlstands der Fa- milie und für sich selbst sehr groß ist, stehen vor allem zwei Fragen dem Abschluss entgegen.

mehr ...

Immobilien

Savills IM erwirbt deutsches Logistikportfolio

Savills IM erwirbt drei Umschlaghallen in Deutschland mit insgesamt run 15.400 qm Mietfläche. Derzeitig ist das Objekt noch vollständige und langfristig an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Vollzogen: Baloise schließt Übernahme von Fidea ab

Die Baloise Group schließt nach der Genehmigung aller Behördenden Erwerb des belgischen Versicherers Fidea NV nun ab. Mit der Übernahme stärkt die Baloise ihre Marktposition im attraktiven belgischen deutlich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Aberdeen Standard Investments nimmt schwedische Immobilien ins Portfolio

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat seinen paneuropäischen Wohnimmobilienfonds Aberdeen Pan-European Residential Property Fund (ASPER) SICAV-RAIF mit dem Kauf eines Portfolios neuer Wohnimmobilien in Schweden erweitert. Mit dieser jüngsten Akquisition ist das Fondsportfolio nun über sechs Länder und 27 verschiedene Anlagen diversifiziert und hat ein Vertragsvolumen von über 750 Mio. Euro erreicht.

mehr ...

Recht

Testament: Warum es bei Patchwork-Familien ein Muss ist

Stief- und Patchwork-Familien sind längst keine Seltenheit mehr, sondern für viele Menschen ist es der Alltag. Warum für diese Familienkonstellationen ein Testament unabdingbar ist. Interview mit Cornelia Rump, Fachanwältin für Erbrecht, in einem Interview mit der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“.

mehr ...