Unfallpolicen: Umsatz hält sich hartnäckig oben

„Die Organrente ist der wichtigste Leistungsbaustein“, weiß Dr. Andreas Beckstette, Partner beim Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (IFA) in Ulm.

„Das Organmodul des FIV-Konzepts ist einer Dread-Disease-Deckung aus Sicht der Risikoabsicherung überlegen“, meint Beckstette.

Funktionelle Invaliditätsversicherung mit fünf Leistungsmodulen

Zum Hintergrund: Die FIV-Produkte der Kompositversicherer umfassen allesamt fünf Leistungsmodule.

Es gibt Rente bei Invalidität durch schweren Unfall, bei Pflegebedürftigkeit, bei Verlust von Grundfähigkeiten, bei Organschäden und bei Feststellung einer Krebserkrankung.

„Die Rente fließt entweder lebenslang oder bis 67, bei Krebserkrankung allerdings maximal fünf Jahre“, hat IFA-Experte Beckstette beobachtet. Auch alle Produkte der Lebensversicherer beinhalten eine Pflege- und eine Grundfähigkeitsrente. Es fehlt jedoch naturgemäß die Unfallrente.

Crossover-Deckungen: Keine Verschnaufpause

Organrente und Krebsrente sind ebenfalls nicht enthalten; sie werden durch einen Dread-Disease-Baustein ersetzt. Aus diesem Baustein wird bei Eintritt einer von typischerweise fünf bis sieben schweren Krankheiten eine einmalige Kapitalleistung (Höhe: eine Jahresrente) erbracht.

Der wichtigste Leistungsbaustein jeder FIV in der Kompositversicherung ist die Organrente. „Daher ist der Austausch dieser Komponente durch einen Dread-Disease-Baustein der Schwachpunkt der FIV-Produkte im Bereich der Lebensversicherung“, sagt Beckstette.

Der Markt scheint bei Crossover-Deckungen somit keine Verschnaufpause zu kennen.

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Autor Detlef Pohl ist freier Journalist und Versicherungsexperte in Berlin.

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