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11. November 2015, 07:09
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Koalition erleichtert flexiblen Übergang in Rente

Union und SPD wollen Arbeitnehmern in Deutschland fließende Übergänge in die Rente spürbar erleichtern. Wer bereits mit 63 in Teilrente geht, soll mehr vom Zuverdienst behalten können. Zudem soll es attraktiver werden, nach Erreichen des regulären Rentenalters zusätzlich zur Rente etwa in Teilzeit weiterzuarbeiten.

Rente: Koalition erleichtert flexiblen Übergang

Die Deutsche Rentenversicherung mahnte eine Klärung vieler Detailfragen und ausreichend Vorlauf für die Umsetzung der Vorschläge an.

Arbeitgeber und Gewerkschaften reagierten enttäuscht auf den Durchbruch nach mehr als einjährigen Verhandlungen zur “Flexi-Rente”.

“Ziel soll es sein, Menschen zu ermutigen, länger im Beruf zu bleiben”, sagte der CDU-Sozialexperte Karl Schiewerling am Dienstag in Berlin. Die SPD-Fachpolitikerin Katja Mast betonte, durch eine Stärkung von Reha und Prävention werde länger gute Arbeit ermöglicht.

Arbeiten über Altersgrenze hinaus soll sich stärker auszahlen

Bei der Teilrente mit 63 wird die Rente ab einer Zuverdienstgrenze von 450 Euro heute stark gekürzt. Je nach Verdiensthöhe sinkt sie auf auf bis zu ein Drittel der Vollrente. Solche Stufen sollen entfallen. Stattdessen soll oberhalb von 450 Euro 40 Prozent des Zuverdiensts von der Rente abgezogen werden. Vergangenes Jahr waren von den mehr als 800 000 Zugängen in die Altersrente nur 2176 Teilrentner.

Auch das Arbeiten über die Altersgrenze von derzeit 65 Jahren und vier Monaten hinaus soll sich stärker auszahlen können. Dafür sollen die Arbeitnehmer Rentenbeiträge zahlen können, die dann zu einer Steigerung der Rente führen. Heute zahlen Arbeitgeber bei Beschäftigung eines Rentners den Arbeitgeberanteil, ohne dass sich das für den Betroffenen rentensteigernd auswirkt.

Zudem werden Unternehmen entlastet, wenn sie Menschen übers Rentenalter hinaus beschäftigten. Bisher müssten sie 1,5 Prozent des Lohns in die Arbeitslosenversicherung einzahlen – das soll entfallen.

CDU-Sozialexperte Schiewerling hofft auf Inkrafttreten im Juli 2016

Die Kosten des Pakets sollen anfangs rund 300 Millionen Euro zulasten der Rentenkasse betragen, wenn 100 000 Menschen die Möglichkeiten zur Teilrente nutzen. Der Arbeitslosenversicherung sollen 80 Millionen Euro pro Jahr entgehen. Schiewerling sagte, er hoffe auf ein zügiges Gesetzgebungsverfahren und ein Inkrafttreten im Juli 2016.

Um Arbeitnehmer länger für den Arbeitsmarkt zu erhalten, soll Reha und Vorbeugung gestärkt werden. So sollen Versicherte freiwillig Gesundheitschecks im Alter von 45 Jahren in Anspruch nehmen können.

Seite zwei: Kritik von Arbeitgebern und Gewerkschaften

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