Munich Re baut auf Cyber-Risiken und autonomes Fahren

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hofft angesichts des Preiskampfs in der Branche auf das Geschäft mit Cyber-Risiken und autonomem Fahren. „Die Nachfrage nach Versicherungslösungen gegen Cyber-Risiken wird rapide zunehmen“, sagte Vorstandsmitglied Ludger Arnoldussen am Montag beim Branchentreffen in Baden-Baden.

Munich Re-Vorstand Ludger Arnoldussen erwartet, dass die Nachfrage nach Versicherungslösungen gegen Cyber-Risiken „rapide zunehmen“ wird.

Die jährlichen Schäden durch Computerkriminalität und Wirtschaftsspionage summierten sich auf rund 445 Milliarden US-Dollar.

Volvo will die volle Haftung übernehmen

Bei dem vielfach erwarteten Trend zu selbstfahrenden Autos forderte Arnoldussen, dass Unfallopfer auch künftig auf Schadenersatz vertrauen können – unabhängig davon, ob ein Fahrer oder ein Computer das Auto steuerte. Zudem müssten die Versicherer bei autonom fahrenden Autos im Schadenfall Regress von den Herstellern einfordern können. Der Autobauer Volvo hatte bereits angekündigt, bei eventuellen Unfällen mit seinen selbstfahrenden Fahrzeugen die volle Haftung zu übernehmen.

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Preise im klassischen Rückversicherungsgeschäft seit längerem im Sinkflug

Die Preise im klassischen Rückversicherungsgeschäft sind seit längerem im Sinkflug. Eine Kapitalschwemme in der Branche lässt die Risikokapazität weiter steigen. Zudem geben viele Erstversicherer weniger Risiken an Rückversicherer ab, wodurch die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage von Rückversicherungsschutz weiter wächst. In Baden-Baden sprechen beide Seiten über die Konditionen in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung für das kommende Jahr.

Quelle: dpa-Afx

Foto: Munich Re

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