Anzeige
Anzeige
4. Dezember 2015, 13:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Online-Offensive und Stellenabbau: Nürnberger strukturiert um

Die Nürnberger Versicherung will sich neu aufstellen, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Man müsse alle Geschäftsprozesse konsequent an die Erwartungen von Kunden und Vermittler ausrichten, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Armin Zitzmann. 290 Stellen sollen in den nächsten drei Jahren wegfallen.

Nürnberger strukturiert um

Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung: “Kunden erwarten von ihrem Versicherer Transparenz, Schnelligkeit und persönliche Betreuung über alle Zugangswege.”

“Wir sind noch zu sehr im traditionellen Spartendenken der Versicherungsbranche verhaftet”, sagte Zitzmann am Donnerstag auf einer Betriebsversammlung in Nürnberg. In einem ersten Schritt werde zum 1. Januar 2016 ein neuer Vorstandsbereich geschaffen, der für den gesamten Kunden- und Vermittlerservice über alle Sparten hinweg zuständig sein soll.

Alle Produkte in Zukunft auch online verfügbar

Ziel sei es, Kunden und Vermittlern künftig einen einheitlichen Service in allen Vertriebswegen zu bieten. Um den Wünschen der Kunden zu entsprechen, wolle das Unternehmen alle Produkte in Zukunft auch online anbieten. “Bei der Nürnberger sollen die Kunden über alle Vertriebswege die gleichen Produkte zum gleichen Preis bekommen”, heißt es in einer Mitteilung.

“Kunden erwarten von ihrem Versicherer Transparenz, Schnelligkeit und persönliche Betreuung über alle Zugangswege”, erläuterte Zitzmann. “Sie wollen selber entscheiden, wann, wo und wie sie mit ihrer Versicherung in Kontakt treten. Und diese Möglichkeit werden wir ihnen bieten.”

Stellenabbau soll sozialverträglich ablaufen

Durch die angekündigten Änderungen werde der Versicherer nicht nur besser und schneller, so Zitzmann weiter, sondern könne auch kostengünstiger arbeiten, indem Arbeitsabläufe verstärkt automatisiert sowie Doppelfunktionen abgebaut werden.

Der Nürnberger-Chef geht infolge der Maßnahmen davon aus, dass sein Haus in den nächsten drei Jahren 290 Stellen abbauen müsse. Dies solle sozialverträglich erfolgen. Betriebsbedingte Beendigungskündigungen sollen demnach vermieden werden. Bei einer Restrukturierung des Vertriebs in diesem Jahr sei dies erfolgreich gelungen, betonte der Versicherer. Hier habe man 191 Stellen abbauen können, ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen aussprechen zu müssen.

“Frischer” Markenauftritt geplant

Weiter heißt es, dass sich die neue Ausrichtung der Nürnberger in einem “frischen Markenauftritt” niederschlagen soll. Dieser soll relevant für die Zielgruppen sein und vor allem Vertrauen stiften.

“Es ist unser höchstes Ziel, dass Kunden und Vermittler mit der Nürnberger zufrieden sind und dass sie uns weiterempfehlen. Das ist in Zeiten der immer stärker werdenden Vernetzung von Menschen der entscheidende Erfolgsfaktor”, sagte Zitzmann. Er sei überzeugt, dass dieses Ziel mit den jetzt in die Wege geleiteten Maßnahmen erreicht werde. (lk)

Foto: Nürnberger

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Börsen-Ausblick 2018 – Altersvorsorge – Immobilienmarkt Deutschland – Finanzvertrieb-Trends

Ab dem 14. Dezember im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Insurtech-Boom: Versicherer geben sich gelassen

Die Mehrheit der deutschen Versicherer sehen die Konkurrenz durch Insurtechs nicht als Bedrohung für das eigene Geschäftsmodell. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Auf das disruptive Potenzial von Internet-Riesen wie Google oder Amazon blickt die Branche demnach mit größerer Sorge.

mehr ...

Immobilien

Vonovia will österreichischen Immobilienkonzern Buwog schlucken

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will sich in einem Milliarden-Deal den österreichischen Rivalen Buwog einverleiben. Beide Unternehmen hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte Vonovia am Montag in Bochum mit.

mehr ...

Investmentfonds

Globale Trends auf dem ETF-Markt

ETFs waren bei Anlegern weltweit in 2017 stark gefragt, auch im November hat sich der Trend fortgesetzt. Besonders beliebt waren Aktien ETFs. Die Entwicklung auf den globalen ETF-Märkten im November und im bisherigen Jahresverlauf hat Amundi zusammengefasst.

mehr ...

Berater

Elke König als oberste Bankenabwicklerin in Europa bestätigt

Die frühere Chefin der deutschen Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Elke König, bleibt für fünf weitere Jahre oberste Bankenabwicklerin in Europa.

mehr ...

Sachwertanlagen

Dr. Peters kündigt weiteres Hotelprojekt an

Die Dr. Peters Group aus Dortmund hat ein Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Düsseldorf und der Messe erworben. Auf dem Grundstück sollen bis Mitte 2020 ein 3-Sterne-plus Hotel der Marke Holiday Inn Express und ein Parkhaus entstehen.

mehr ...

Recht

Versicherungsanlageprodukte: Vermittlung nach Umsetzung der IDD

Die Umsetzung der europäischen Vertriebsrichtline IDD in deutsches Recht bringt auch neue Anforderungen an die Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten mit sich. Konkrete Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln ergeben sich aus der “Delegierten Verordnung” der EU.

mehr ...