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10. September 2015, 14:39
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Talanx investiert 320 Millionen Euro in geplanten Offshore-Windpark

Der Hannoveraner Versicherungskonzern Talanx investiert 320 Millionen Euro in einen geplanten Offshore-Windpark in der Nordsee. Talanx erhöhe gezielt den Anteil der Infrastrukturinvestments, um Renditerückgängen durch das Niedrigzinsniveau entgegenzuwirken, teilte das Unternehmen zur Begründung mit.

Offshore-Windpark

Gemeinsam mit dem Schwester-Projekt Gode Wind 2 werde Gode Wind 1 Deutschlands größter Offshore-Windpark sein, teilte Talanx mit (Symbolbild).

Erstmals finanziere ein institutionelles Konsortium unter Führung eines Versicherers ein Offshore-Windenergie-Projekt, erklärte Talanx am Donnerstag. Das Gesamtvolumen der Anleihe bezifferte das Unternehmen auf 556 Millionen Euro. Weitere Mitglieder des Fremdkapitalkonsortiums sind demnach deutsche Versicherungsunternehmen und Vermögensverwalter.

55 Windkraftanlagen sollen vor Norderney entstehen

Die zehnjährige Anleihe werde von einem Investment-Vehikel der Global Infrastructure Partners (GIP) begeben. Der Investor soll 50 Prozent des künftigen Windparks Gode Wind 1 vom dänischen Energieversorger DONG Energy übernehmen.

Die geplanten 55 Windkraftanlagen sollen rund 33 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Norderney entstehen. Deren Gesamtleistung gibt Talanx mit 330 Megawatt an. Gemeinsam mit dem Schwester-Projekt Gode Wind 2 werde er Deutschlands größter Offshore-Windpark sein.

Mittelfristig will Talanx bis zu zwei Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte investieren

“Mit der Anleihe beteiligt sich Talanx erstmals mit erheblichem Fremdkapital an einem Infrastrukturprojekt”, erklärte Dr. Immo Querner, Finanzvorstand der Talanx AG. “Mittelfristig planen wir, bis zu zwei Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte zu investieren.” Perspektivisch sei für Talanx “auf lange Frist ein Investitionsvolumen in breit diversifizierte alternative Anlagen von bis zu fünf Milliarden Euro denkbar”, so Querner.

Der Anleiheemission vorgelagert sei eine Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde zum Erwerb von 50 Prozent der Gode-Wind-1-Anteile durch die GIP. Die Rückmeldung der Behörde werde bis Ende September erwartet. Es sei vorgesehen, dass die Anleihe als Greenbond zertifiziert werde und damit offiziell das Rating einer nachhaltigen Anleihe trage. (lk)

Foto: Shutterstock

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