4. Juni 2015, 08:50
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Provisionsniveau: Auch wenig Veränderung wirkt

Obwohl die einmaligen Abschluss- und Vertriebskosten in der Lebensversicherung infolge des LVRG deutlich gesunken sind, hat sich das Provisionsniveau in der Lebensversicherung insgesamt kaum verändert. Zu dieser Einschätzung kommt das Institut für Transparenz (ITA). ITA-Chef Dr. Mark Ortmann erklärt, warum die zu beobachteten Veränderungen trotzdem im Interesse der Kunden seien.

Provisionsniveau: Auch wenig Veränderung wirkt

“Das Provisionsniveau insgesamt hat sich nur unwesentlich verändert – die meisten Versicherer haben keine Anpassungen vorgenommen oder geplant”, konstatiert ITA-Chef Mark Ortmann.

Wie das ITA auf Basis einer Studie im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) am Mittwoch mitteilte, sanken die einmaligen Abschluss- und Vertriebskosten bei der klassischen Privat-Rente in der dritten Altersvorsorgeschicht um durchschnittlich 28,6 Prozent, bei klassischen Riester-Renten um 25,5 Prozent und bei fondsgebundenen Riester-Renten um 33,5 Prozent.

Abschlusskosten und Höchstzillmersatz fallen im Gleichschritt

Die überwiegende Senkung der einmaligen Kosten sei vor allem auf die vom Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) geforderte Absenkung des Höchstzillmersatzes zurückzuführen, konstatiert ITA-Geschäftsführer und Studienautor Ortmann.

Dies lasse sich daran erkennen, erklärt der Versicherungsexperte, dass die Kosten bei der Mehrzahl der untersuchten Tarife im gleichen Verhältnis wie der Höchstzillmersatz gefallen seien – nämlich um 37,5 Prozent. Der Höchstzillmersatz definiert die maximale Höhe der Abschlusskosten, die Versicherer zu Beginn eines Vertrages sofort in der Bilanz ansetzen dürfen.

Ortmann: Veränderungen bei der Vergütung im Interesse des Kunden

Obwohl sich die Gesamtkosten nicht wesentlich verändert haben, seien die zu beobachteten Veränderungen bei der Vergütung im Interesse des Kunden, so Ortmann. Da die Verträge zu Beginn weniger mit Kosten belastet würden, stehe beispielsweise ein größerer Teil der angesparten Beiträge sofort zur Verzinsung zur Verfügung.

Zudem fördere eine laufende Vergütung die Betreuung des Kunden durch den Versicherungsvermittler, so der ITA-Chef, weil der Vermittler ein größeres Interesse habe, dass der Vertrag bis zum Ende durchgehalten und nicht vorzeitig storniert werde. Darüber hinaus verbesserten sich die Rückkaufswerte bei einem vorzeitigen Vertragsende.

Seite zwei: Ortmann regt Provisionsabgabeverbot an

Weiter lesen: 1 2

1 Kommentar

  1. Die Senkung der Kosten macht diese Produkte nicht attraktiver, das könnte nur deutclich steigende Zinsen

    Kommentar von Jan Lanc — 5. Juni 2015 @ 12:36

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 02/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Denkmalobjekte – Betriebsrente – Digital Day 2019

Ab dem 24. Januar im Handel.

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Versicherungen

Versicherer: Ist Deutschland keine Wachstumsregion mehr?

Die CEOs von Versicherungsunternehmen verlieren ihren Optimismus im Bezug auf die weltweite Konjunktur. Besonders der Markt der Bundesrepublik scheint vielen gesättigt. Das und mehr zeigt der 22. PwC Global CEO Survey.

mehr ...

Immobilien

Kein Frühlingserwachen bei den Wohnimmobilienpreisen

Bereits den dritten Monat in Folge haben sich die Preise für private Wohnimmobilien im bundesdeutschen Durchschnitt laut der aktuellen Auswertung des Europace-Hauspreis-Index EPX für Februar 2019 praktisch nicht verändert. Ist das der Anfang vom Ende steigender Immobilienpreise oder nur eine vergleichsweise lange “Winterstarre”?

mehr ...

Investmentfonds

Portfolios und Performances mit neuem Tool effektiv bewerten

Wisdom Tree, Sponsor von Exchange-Traded Funds (“ETF”) und Exchange-Traded Products (“ETP”), hat die WisdomTree Investor Solutions-Plattform lanciert.

mehr ...

Berater

Emissionshaus UDI geht in die Offensive

In einem außergewöhnlich langen, selbst verbreiteten Interview verteidigt der neue Chef des Emissionshauses UDI aus Nürnberg unter anderem die „Quersubventionierung“ von Geschäftsbereichen und kündigt ehrgeizige Ziele an.

mehr ...

Sachwertanlagen

INP bringt weiteren Pflegeheim- und Kita-Fonds

Die INP-Gruppe aus Hamburg, hat mit dem Vertrieb eines neuen alternativen Investmentfonds (AIF) für Privatanleger begonnen. Fondsobjekte sind Immobilien für alt und jung.

mehr ...

Recht

Straßenverkehr: Was tun bei falschen Anschuldigungen?

Strafen vom Bußgeld bis zum Führerscheinentzug muss nur fürchten, wer sich nicht an die Verkehrsregeln hält – so zumindest in der Theorie. Trotzdem kommt es in der Praxis immer wieder zu potenziell teuren Falschanschuldigungen.

mehr ...