3. Dezember 2015, 15:41
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Rentenversicherung verzeichnet Run auf Rente mit 63

Die vor eineinhalb Jahren eingeführte Rente mit 63 ist bei älteren Arbeitnehmern sehr gefragt. Allein im laufenden Jahr stellten schon 221 000 Menschen einen entsprechenden Antrag, wie DRV-Vorstandschef Alexander Gunkel auf der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Rente mit 63: Rentenversicherung verzeichnet Run

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte erst vor wenigen Wochen erneut kritisiert, dass die Rente mit 63 die Zahl älterer Facharbeiter ausgedünnt habe.

Bis Ende Oktober hätten somit insgesamt 427 000 Menschen von der Möglichkeit für Versicherte mit 45 Beitragsjahren Gebrauch gemacht, ab 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Koalitionspläne, den Arbeitnehmern fließendere Übergänge in die Rente zu erleichtern, begrüßte die Rentenversicherung – mahnte aber ein behutsames Vorgehen an.

Die Rente mit 63 war ebenso wie die verbesserte Mütterrente für Eltern mit vor 1992 geborenen Kindern Teil des schwarz-roten Rentenpakets vom 2014. Teil des Koalitionskompromisses war damals, den Eintritt in den Ruhestand flexibler zu gestalten. Dazu legte die Koalition im November ein Konzept vor.

IW-Kritik: Rente mit 63 dünnt Zahl älterer Facharbeiter aus

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatte erst vor wenigen Wochen erneut kritisiert, dass die Rente mit 63 die Zahl älterer Facharbeiter ausgedünnt habe. Gunkel merkte an, die Rentenversicherung wisse nicht, wann und mit welcher Rentenart die Betroffenen ohne die Reform in Rente gegangen wären.

Bei den Kosten zeichne sich ab, dass es bei den Schätzungen der Bundesregierung zum Rentenpaket bleibe. Demnach stiegen die Rentenausgaben einschließlich Krankenversicherung der Rentner durch das Paket 2014 um 4,3 und 2015 um 8,8 Milliarden Euro, sagte Gunkel. Die Mütterrente verursacht im laufenden Jahr Mehrausgaben von 6,3 Milliarden Euro.

Seite zwei: Einführung der Flexi-Rente technisch sehr aufwendig

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gleicher Job, weniger Rente: 26 % weniger gesetzliche Rente für Frauen

Gleichberechtigung: 26 Prozent – so hoch ist die zu erwartende durchschnittliche Rentenlücke von Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. Das heißt: Frauen erhalten mehr als ein Viertel weniger gesetzliche Rente vom Staat als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger Rente als ein Mann. 

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...