22. Juni 2015, 08:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Relaunch für die Riester-Rente

Nach heftigen Diskussionen über die Effizienz der staatlich geförderten Altersvorsorge wurde es still um die Riester-Rente. Wenn Gesetzgeber und Versicherer ihre Hausaufgaben machen, muss dies nicht so bleiben.

Riester

Ein heftiger Schlagabtausch zwischen Verfechtern und Kritikern des Sparprodukts hat viele Deutsche bis heute orientierungslos zurückgelassen.

Wäre die Riester-Rente ein Kind, würde sie derzeit ihre stärkste Wachsstumsphase erleben. Der sogenannte puberale Wachstumsschub setzt bei Mädchen mit etwa 13 Jahren ein, bei Jungen geschieht dies mit knapp 14 Jahren. Die Riester-Rente liegt mit dreinzehneinhalb genau dazwischen. Am 1. Januar 2015 feierte sie ihren 13. Geburtstag.

Doch die Feier-Laune ist den Befürwortern der geförderten Altersvorsorge schon seit einiger Zeit abhanden gekommen. Denn die Riester-Rente erweist sich auch weiterhin als Sorgenkind, das sich nicht so entwickelt, wie es sich sein Vater und Namensgeber, der damalige Arbeitsminister Walter Riester, wünschen würde.

Gute Nachricht für Riester-Sympathisanten

Im Gegensatz zu den Anfangsjahren, als das Riester-Kleinkind regelrecht in die Höhe schoss, wächst es heutzutage nur noch sehr langsam. Aber immerhin – und das ist die gute Nachricht für alle Riester-Sympathisanten – konnte es im vergangenen Jahr nach einer zwischenzeitlichen Schrumpfungsphase in 2013 überhaupt wieder zulegen.

“Zahl neu abgeschlossener Riester-Versicherungen steigt um 2,4 Prozent”, titelte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im März auf seiner Webseite.

Was der Lobby-Verband im dazugehörigen Artikel nicht erwähnt, ist, dass der zarten Riester-Renaissance ein herber Rückschlag vorausging. So brach das Neugeschäft in 2013 um satte 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein.

Selbst die Bestände der Riester-Versicherungen gingen mit 0,2 Prozent auf rund 10,84 Millionen Verträge leicht zurück – das gab es noch nie seit Einführung der dritten Säule der Altersvorsorge im Jahr 2002.

Seite zwei: Zweifel an der Sinnhaftigkeit

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GLS lässt Daten künftig von Blau Direkt pflegen

Der Hamburger Gewerbeversicherungsmakler Gossler, Lübbers & Stahl (GLS) nutzt künftig Datenpflegedienste des Lübecker Maklerpools Blau Direkt.

mehr ...

Immobilien

Megatrend Smart Cities: Wie Anleger davon profitieren können

Unsere Städte befinden sich im Wandel. Der Megatrend der Zukunft, die Urbanisierung, hat schon längst eingesetzt. Das stellt uns vor immer mehr neue Herausforderungen, die einen Wandlungsprozess in Richtung intelligenter Städte (Smart Cities) anstoßen. Für Anleger bieten Smart Cities aber auch interessante Chancen – wenn sie auf Unternehmen setzen, die ihre Aktivitäten auf diese Wandlungsprozesse ausgerichtet haben. Die Fürpaß-Peter-Kolumne

mehr ...

Investmentfonds

Amundi bringt drei neue Klima-ETFs

Der Vermögensverwalter Amundi hat sein Angebot nachhaltiger Investments mit der Lancierung drei neuer ETFs weiter ausgebaut, die die Paris-abgestimmten EU-Benchmarks (EU Paris-Aligned Benchmarks – PAB) abbilden. Die Benchmarks sollen helfen, das Ziel des Pariser Klimaabkommens – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau – zu erreichen. Die ETFs werden zu sehr wettbewerbsfähigen laufenden Kosten ab 0,18 Prozent p.a. angeboten.

mehr ...

Berater

Hypoport legt im ersten Halbjahr kräftig zu

Der Finanzdienstleister Hypoport hat im ersten Halbjahr von einer hohen Nachfrage nach Krediten profitiert. So zog das Transaktionsvolumen auf der Plattform Europace, einem Kreditmarktplatz für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, um 31 Prozent auf fast 42 Milliarden Euro an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...