22. Mai 2015, 09:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umdeckungen: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Immer wieder wird kritisiert, dass Vermittler sich eine goldene Nase verdienen, indem sie einfach bestehende Verträge ohne Not umdecken und so eine neue Abschluss-Provision erhalten. Dieser Vorwurf lässt sich vielleicht sogar zahlreich belegen, ist aber pauschal so nicht hinnehmbar.

Gastbeitrag von Philip Wenzel, Freche Versicherungsmakler GmbH

Umdeckungen

“Ein Faktor, der Umdeckungen provoziert, ist die Angst vor Haftung. Wenn ich alte BU-Verträge im Bestand habe, die noch keinen Verzicht auf abstrakte Verweisung beinhalten, dann müsste ich streng genommen diese Leistungsverbesserung wenigstens anbieten.”

Vor allem weil sich in der subjektiven Wahrnehmung nicht immer feststellen lässt, warum der Vermittler den Vertrag verändert oder ausgetauscht hat.

Umdeckung ist Kerntätigkeit

Neben einer leicht zu unterstellenden Geldgier gibt es auch durchaus kundenfreundliche Begründungen für eine Vertrags-Umdeckung. Es ist genau genommen sogar eine der Kerntätigkeiten des Vermittlers.

Die Aufgabe des Vermittlers von Versicherungen ist es nämlich, den Bedarf des Kunden zu ermitteln und diesen bedarfsgerecht zu decken. Dabei verlangt das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ebenso, auch bestehende Verträge zu überprüfen. Wenn mir dann auffällt, dass der Vertrag das vorhandene Risiko nicht adäquat abdeckt, muss ich selbstverständlich handeln und den Vertrag nachbessern oder austauschen.

Tue ich das im Kundensinne, dann ist alles gut. Mache ich das, damit ich neue Abschlüsse erziele, dann ist das schlecht. Man muss hier nicht in aller Breite ausführen, dass es verwerflich ist, sich auf die Kosten anderer zu bereichern.

Verträge werden aus falschen Gründen gekündigt

Aber selbst, wenn kein böser Wille im Spiel ist, werden Verträge teilweise aus den falschen Gründen gekündigt. Im Folgenden sei deshalb mal unterstellt, dass man immer nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Und das Wissen, insbesondere das falsche oder fehlende Wissen, ist verantwortlich für viele unnötige Umdeckungen.

Seite zwei: Wer alle Sparten bedient kann nicht alles wissen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

DISQ: Wer die Nase im Rennen um die beste Kfz-Versicherung vorne hat

Wer in Deutschland ein Auto fahren will, der muss es auch versichern. Welche Anbieter von Kfz-Versicherungen ihre Kunden besonders zufrieden stellen, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) herausgefunden.

mehr ...

Immobilien

London: Wo Millennials, X-Generation und Babyboomer Wohnimmobilien kaufen

Laut der neuesten Analysen der „Wealth Report Insight Series“ des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Knight Frank gaben Millennials 2018 insgesamt 3,89 Mrd. Euro (3,47 Mrd. GBP) für den Erwerb von Wohnimmobilien in exklusiven Lagen in Central London aus.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Zurich übernimmt Berliner Insurtech dentolo

Mit dem Erwerb des Berliner Insurtech dentolo stärkt die Zurich Gruppe Deutschland ihren Direktversicherer DA Direkt bei der  strategischen Weiterentwicklung mit dem vorgesehenen Einstieg in das Geschäft mit Zahnzusatzversicherungen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Savills IM erwirbt deutsches Logistikportfolio

Savills IM erwirbt drei Umschlaghallen in Deutschland mit insgesamt run 15.400 qm Mietfläche. Derzeitig ist das Objekt noch vollständige und langfristig an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet.

mehr ...

Recht

BGH entscheidet über zeitliche Festlegung von Rechtsschutzfällen

Wann ist eine Rechtsschutzversicherung zur Zahlung verpflichtet? Mit dieser Frage musste sich der Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) Anfang dieses Monats auseinandersetzen.

mehr ...