4. Mai 2015, 09:12
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Pflege-Vorsorgequote erhöhen: Einfache Lösungen gefragt

Hier ist ein starker Angleichungsprozess zu beobachten: mit immer flexibler ausgestalteten Tarifen, dem Ausbau von Assistance-Leistungen und der Verbesserung der Tarifbedingungen, um darüber zu den Marktführern aufschließen zu können.

Wirklich Neues ist dabei in den letzten zwei Jahren aber kaum entstanden. Jedenfalls nichts, was dem Pflegevertrieb nach der Aufbruchsstimmung im Jahr 2013 einen neuen Schub versetzt hätte. Und auch die Makler nehmen ihre Chancen in völlig unzureichendem Maße wahr. Trotz der Dringlichkeit, die das Thema Pflegevorsorge nach Einschätzung der Bürger für sie selbst inzwischen gewonnen hat.

Warten auf das Pflegestärkungsgesetz II

Ein Grund für diese Zurückhaltung wird auch darin liegen, dass viele Versicherer die im Zuge des Pflegestärkungsgesetzes II vorgesehene Erweiterung der Pflegestufen und deren genauer Definition (Stichworte: ADL, neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff) zunächst abwarten wollen.

Dabei liegt schon jetzt klar auf der Hand, dass die endgültigen Bestimmungen die Lage der Pflegebedürftigen in keiner Weise substantiell verbessern werden. Mit Blick auf den dringenden Absicherungsbedarf der Kunden ist jedes Warten darauf deshalb vertane Zeit.

Und es birgt die Gefahr, dass das in den vergangenen zwei Jahren –wenn auch auf niedrigem Niveau – gestiegene Vorsorgebewusstsein wieder deutlich zurückfällt. Viele Bemühungen, hier mittel- und langfristig zu einem stärkeren Ausbau der Vorsorgequote zu kommen, könnten dadurch wieder versanden.

Neue Impulse im Pflegvertrieb gefragt

Dem sollten sich Versicherer wie Vermittler gerade in der jetzigen Phase entgegenstellen. Dabei hat der Trend zu immer komplexer werdenden, als äußerst beratungsintensiv empfundenen Produkten den “Vorsorgenotstand” entgegen manchen Erwartungen in keiner Weise entschärft.

Im Pflegvertrieb sind deshalb neue Impulse gefragt. Es kommt darauf an, Produkte anzubieten, die für die Kunden einfach zu verstehen und für die Vermittler leicht zu erklären sind und die dennoch eine gute Lösung darstellen. Sie sollten so präsentiert werden können, dass sie die breite Masse der Kunden auch wirklich erreichen und ihnen einen leichten Abschluss ermöglichen.

Seite drei: Mit einfachen Lösungen besser vorsorgen

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