26. September 2016, 13:08
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AOK prangert rasanten Preisanstieg bei Arzneimitteln an

Die Ausgaben für Arzneimittel steigen ungeachtet aller Preisbremsen weiter rasant an – zu Lasten der Versicherten. Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stiegen 2015 auf ein neues Rekordniveau.

AOK prangert rasanten Preisanstieg bei Arzneimitteln an

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung erreichten 2015 ein neues Rekordniveau von 36,9 Milliarden Euro.

Wie aus dem am Montag vorgestellten Arzneimittelverordnungsreport 2016 im Auftrag des AOK-Bundesverbands hervorgeht, erreichten die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung 2015 ein neues Rekordniveau von 36,9 Milliarden Euro. Damit seien die Kosten in nur zwei Jahren um 4,8 Milliarden Euro gestiegen.

Fertigarzneimittelmarkt wächst rasant

Diese Entwicklung sei zum größten Teil durch den patentgeschützten Fertigarzneimittelmarkt begründet. Der Markt mit Arzneimitteln, auf die der Hersteller noch das Patent und damit das Monopol hat, wuchs den Angaben zufolge binnen eines Jahres um 1,3 Milliarden Euro auf 14,9 Milliarden Euro. Das sei ein Anstieg allein in diesem Segment um 9,7 Prozent.

Durch das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes von 2011 konnten 2015 bei den patentgeschützten neuen Arzneimitteln rund 925 Millionen Euro eingespart werden. Doch diese Summe hätte noch deutlich höher ausfallen können, wenn das AMNOG als Preisbremse nicht an vielen Stellen aufgeweicht worden wäre, kritisierte der Herausgeber des Reports, Ulrich Schwabe. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Ganz klar versagt hier, im Gegensatz zur Lobbypolitik, die Politik. Wenn man sich die Entwicklung der Pharmakosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten im Langzeitvergleich ansieht, erkennt man schnell das vor allem die Politik das Gesundheitssystem ruiniert.
    Für den guten beratenden Arzt ist deswegen fast kein Geld mehr da.
    Vielleicht sollten auch die Ärzte mit alternativen Medikamenten und Naturheilmitteln bzw. über mehr Beratung zu sportlicher Bewegung und vernünftiger Ernährung der Patienten die Pharmaindustrie unter Druck setzen.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 27. September 2016 @ 08:40

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