26. August 2016, 09:20
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Barmer: Zusatzbeiträge steigen vorerst nicht so stark wie befürchtet

Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen nach Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden der Barmer GEK, Christoph Straub, vorerst nicht so stark wie befürchtet.

Barmer-Chef: Beiträge steigen vorerst nicht so stark wie befürchtet

Christoph Straub, Barmer GEK, geht davon aus, dass es angesichts der angespannten Finanzlage einiger der heute knapp 120 Kassen zu weiteren Fusionen kommen wird.

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe deshalb ihre Schätzungen für das Wahljahr 2017 “moderat nach unten korrigiert”, sagte Straub der Deutschen Presse-Agentur.

“Wir gehen heute davon aus, dass der Ausgabenanstieg in der GKV in diesem Jahr insgesamt “nur” noch 1,25 bis 1,26 Milliarden Euro betragen wird. Von Entwarnung kann aber kurz- und mittelfristig keine Rede sein. Allein im kommenden Jahr ist mit einem deutlichen Ausgabenschub in Höhe von 3,05 bis 3,06 Milliarden Euro zu rechnen”, warnte Straub.

Für das Jahr 2017 würde das nach seinen Angaben wiederum bedeuten, dass die GKV eher durchschnittlich 0,1 Prozentpunkte mehr braucht, bisher war ein Anstieg von 0,2 Prozentpunkten prognostiziert worden. Aber es gelte weiterhin: Die Gesetze von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) werden künftig die Ausgaben spürbar stärker steigen lassen als die 0,2 Prozentpunkte.

Straub erwartet weiteren Fusionen

Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (“FAZ”/Freitag) berichtete unterdessen, dass sich die Finanzlage der GKV zur Jahresmitte weiter verbessert habe. Grund für die Lagebesserung seien unter anderem die zu Jahresbeginn erhöhten Zusatzbeiträge.

Die 1,5 Milliarden Euro starke Finanzspritze aus den Reserven des Gesundheitsfonds für die gesetzlichen Krankenkassen können nach Straubs Einschätzung trotz ausgabenintensiver Politik in der laufenden Legislaturperiode “eine Beitragsanpassung auf breiter Front” im kommenden Wahljahr verhindern. Straub geht allerdings davon aus, dass es angesichts der angespannten Finanzlage einiger der heute knapp 120 Kassen zu weiteren Fusionen kommen werde. Allerdings sei mittlerweile die Zahl schon so weit geschrumpft, “dass es jetzt keine große Welle mehr sein wird”. (dpa-AFX)

Foto: Barmer GEK

1 Kommentar

  1. Stimmt! Denn es gibt noch das Regulativ der steigenden Zuzahlungen und begrenzten Leistungen, sieht man das vor gut einem Jahr einer gesetzlichen großen Kassen diese zusätzlichen Leistungen klammheimlich gestrichen hat und wortgewaltig auf den geringen Zusatzbeitrag hindeutete. Es ist immer ein kaufmännisches Prinzip, dass bei steigenden Kosten irgendwo eingezahlt oder begrenzt werden muss. Das Prinzip Hoffnung hilft hier nicht weiter.
    Frank Dietrich Fachmakler

    Kommentar von Frank Dietrich — 29. August 2016 @ 07:56

Ihre Meinung



 

Versicherungen

11 Webinare für Ihren digitalen Vertriebserfolg

Vom 28.9. bis 2.10. 2020 veranstaltet Cash. die Digital Week. In 11 Webinaren geht es um die richtige Digital-Strategie, um so die Chance für Makler und Vermittler auf mehr Umsatz zu erhöhen. Melden Sie sich an und nutzen Sie diesen Mehrwert für Ihre vertriebliche Praxis.

mehr ...

Immobilien

Immobilienpreise in Stadionnähe im Vergleich

Ab heute rollt der Ball wieder über den grünen Rasen: Die Bundesliga startet Corona-bedingt verzögert – statt wie geplant schon im August. Immoscout24 hat hierfür die Kauf- und Mietpreise der Wohnungen rund um die Fußball-Stadien von Berlin, Bremen, Hamburg und Leipzig untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Auf die nächste Volatilitätswelle am Anleihemarkt vorbereiten?

Die Anleihenmärkte haben sich in jüngster Zeit positiv entwickelt, wobei sich die Renditen im Juli in Richtung eines Allzeittiefs bewegten und in einigen Fällen sogar historische Tiefststände erreichten. „Dennoch sind wir der Ansicht, dass trotz des unsicheren Marktumfelds weitere Gewinne möglich sind“, sagt Nick Hayes, Head of Total Return & Fixed Income Asset Allocation bei Axa Investment Managers. Die Anleihemärkte dürften weiteren Rückenwind erfahren, da die Zentralbanken beispiellose Stimuli setzen.

mehr ...

Berater

Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz

Der Bundestag hat eine verlängerte Gültigkeit des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zum Schutz von Aktionären und Anlegern beschlossen. Das Gesetz gilt nun bis zum 31. Dezember 2023.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lutz Kohl wechselt in die Geschäftsführung der HKA 

Mit Wirkung vom 9. September 2020 wurde Lutz Kohl (54) zum Mitglied der Geschäftsführung der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH berufen, der KVG der Immac. Mit seiner Bestellung wird das Führungsteam der HKA um Geschäftsführer Tim Ruttmann planmäßig erweitert.

mehr ...

Recht

Fondsbranche weist BaFin-Kritik zurück

Der deutsche Fondsverband BVI weist die Kritikder BaFin an den Fondsanbietern entschieden zurück, dass die Umsetzung der neuen Liquiditätswerkzeuge (Rücknahmegrenzen, Swing Pricing, Rücknahmefristen)bei ihnen in den Hintergrund gerückt sei, je weiter die Kursturbulenzen im März zurückliegen.

mehr ...