Branche: Deutsche stecken mehr Geld in Lebensversicherungen

Trotz sinkender Verzinsung stecken die Deutschen mehr Geld in Lebensversicherungen. Pro Kopf zahlten sie im vergangenen Jahr durchschnittlich 1.141 Euro in ihre Policen ein, knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus Zahlen der Versicherer hervorgeht.

Trotz derr Steigerung ist die Vorsorgebereitschaft hierzulande weniger stark ausgeprägt als in vielen anderen europäischen Ländern.
Trotz der Steigerung ist die Vorsorgebereitschaft hierzulande weniger stark ausgeprägt als in vielen anderen europäischen Ländern.

Der Durchschnitt in den 34 Mitgliedsländern des europäischen Branchenverbands liegt bei 1.223 Euro.

Bei der Gesamthöhe der Prämien über alle Versicherungsarten hinweg liegen die Deutschen mit 2.387 Euro in Europa im oberen Mittelfeld, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Donnerstag in Berlin mit. So geben sie relativ viel für die Autoversicherung und die private Krankenversicherung aus.

Bei den Kfz-Versicherungen rangiert Deutschland mit 300 Euro deutlich über dem Durchschnitt (221 Euro). Noch deutlicher fällt der Unterschied im Bereich der privaten Gesundheitsvorsorge aus (Europa: 207 Euro/Deutschland: 453 Euro).

Zuwachs bei den Bruttoprämien

Nach den Zahlen, die der europäische Branchenverband von den nationalen Verbänden abgefragt und aufbereitet hat, summierten sich die Bruttoprämien auf 1,2 Billionen Euro (plus 1,3 Prozent).

Dabei wuchsen die Bereiche Leben (plus 1,2 Prozent auf 730 Milliarden Euro) und Schaden/Unfall (plus 1,1 Prozent auf 343 Milliarden Euro) etwa im gleichen Verhältnis. Etwas stärker fiel das Wachstum in der Gesundheitsvorsorge aus (plus 1,5 Prozent auf 124 Milliarden Euro). (dpa-AFX/kb)

Foto: Shutterstock

 

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