7. Juni 2016, 15:13
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fitch: Jüngste Unwetterschäden könnten Versicherer eine Milliarde Euro kosten

Die Unwetter der vergangenen zwei Wochen werden die Versicherungsbranche nach Einschätzung von Experten bis zu einer Milliarde Euro kosten. Die meisten Schäden dürften die Versicherungen von Wohngebäuden, Hausrat und Autos betreffen, teilte die Ratingagentur Fitch am Dienstag mit.

Immobilienpolicen-hochwasser in Fitch: Jüngste Unwetterschäden könnten Versicherer eine Milliarde Euro kosten

Fitch geht davon aus, dass die durch die Unwetter entstandenen Schäden das Jahresbudget der Versicherer für Naturkatastrophen aufbrauchen könnten.

Ein kleinerer Teil entfalle auf Betriebsunterbrechungen in entsprechend versicherten Unternehmen. Angesichts der betroffenen Regionen dürften vor allem die Versicherungskammer Bayern und die SV Sparkassen-Versicherung tief in die Tasche greifen müssen, schätzt Fitch.

Schäden sind höher als bisher geschätzt

Die gesamtwirtschaftlichen Schäden dürften den Experten zufolge deutlich höher ausfallen. So decke nur rund jeder dritte Vertrag in der deutschen Wohngebäudeversicherung die sogenannten Elementarschäden durch Naturgefahren ab. Viele der Flutschäden entstanden allerdings durch Starkregen in Gegenden, die sonst nicht als Hochrisiko-Gebiete für Hochwasser gelten.

Für solche Gebäude seien solche Versicherungen billiger zu haben, sodass der Anteil der versicherten Schäden den Experten zufolge höher ausfallen könnte als bei der letzten großen Flutkatastrophe 2013. Vor wenigen Tagen hatte bereits der Versichererverband GDV allein vom 27. bis 30. Mai entstandene Schäden auf 450 Millionen Euro beziffert.

Eine Milliarde Schadenbudget

Aus Sicht von Fitch würden versicherte Schäden von einer Milliarde Euro das gesamte Schadenbudget für Naturkatastrophen aufbrauchen, das die Analysten für 2016 in ihren Prognosen vorgesehen haben.

Von den Beitragseinnahmen der Schaden- und Unfallversicherer dürfte nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb daher weniger übrigbleiben als bisher gedacht. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BRSG: Wie der Vertrieb seine Rolle stärker nutzen kann

Seit über einem Jahr setzt das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) Anreize für den Vertrieb, das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu forcieren. Doch wie ist es um die Ausrichtung des Vertriebs bestellt? Ein Kommentar von Dr. Matthias Wald, Leiter Vertrieb bei Swiss Life Deutschland.

mehr ...

Immobilien

Neue Strategien fürs Energiesparen

32 Prozent der Heizungen in deutschen Kellern sind 20 Jahre oder älter. Sie verursachen höhere Heizkosten und stoßen mehr CO2 aus als moderne Geräte. Steigende Energiepreise sorgen seit Jahren für Frust bei Immobilienbesitzern. Doch der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit Fördermitteln. Höchste Zeit, veraltete Anlagen zu ersetzen oder zu modernisieren.

mehr ...

Investmentfonds

NordLB: Finanzspritze verzögert sich – Umsetzung erst im 4. Quartal

Die Rettung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (NordLB) mit einer vereinbarten Milliarden-Finanzspritze verzögert sich. Wie das Institut am Donnerstagabend in Hannover mitteilte, kann die bisher für das 3. Quartal geplante Umsetzung der Kapitalmaßnahmen erst im 4. Quartal dieses Jahres erfolgen.

mehr ...

Berater

Neuer Trend mit Potenzial: Design Thinking hilft Unternehmen, effizienter zu arbeiten

Die Entwicklung von neuen Ideen, Konzepten und Produkten gehört zu einem der schwersten Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck kreativ und innovativ zu sein, gelingt den wenigsten Menschen. Die Agile Coaches und Unternehmensberater des Darmstädter Unternehmens 4craft packen das Problem an der Wurzel: Für alle, egal ob Angestellten, Produktentwickler oder Führungskräfte, die in der Entwicklung neuer Produkte auf Granit beißen, bieten sie Workshops in Design Thinking an.

mehr ...

Sachwertanlagen

Speziell für Stiftungen und institutionelle Anleger: Vollregulierter Zweitmarktfonds mit günstigem Risikoprofil

Die Bremer Kapitalverwaltungsgesellschaft HTB Fondshaus bringt nach einer Reihe von Publikums-AIF erstmals einen Spezial-AIF für Stiftungen und institutionelle Anleger heraus. Neben sogenannten semiprofessionellen Anlegern können sich auch institutionelle Investoren ab einer Summe von 200.000 Euro am Spezial-AIF beteiligen.

mehr ...

Recht

Gesetzlicher Unfallschutz greift auch bei Probearbeit

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung gilt auch an Probearbeitstagen. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel von Dienstag hervor.

mehr ...