Für Wahlfreiheit bei den Garantien

Aus einer aktuellen Studie geht hervor, dass Altersvorsorgesparer heute erheblich höhere Beiträge zur Absicherung ihres künftigen Ruhestandes aufbringen müssen. Laut Dieter Weirich, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), sollte der unnötige Garantiezwang in Deutschland endlich abgeschafft werden – ein Kommentar.

„An der liberalen Praxis in den angelsächsischen Ländern sollte man sich ein Beispiel nehmen.“

„Wo Du sicher bist, setze Fragezeichen“ lautet eine polnische Lebensweisheit.

Schutzvorschrift zugunsten des Sparers

Sie könnte als Empfehlung zur politischen Umsetzung einer Studie zu den immer teurer werdenden Garantiekosten in der Altersvorsorge stehen.

Ob beim Riestern oder in der betrieblichen Altersvorsorge, Garantien sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Eine Schutzvorschrift zugunsten des Sparers, der den Launen des Kapitalmarktes nicht wehrlos ausgesetzt sein soll.

Die beruhigende, staatlich verordnete Vorschrift lautet: Die eingezahlten Beiträge bekommst Du mindestens zurück.

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Aus Umfragen wissen wir, dass die Sparer solche Gewähr zu schätzen wissen. Fragt man aber etwas gründlicher nach, ob die Versicherten auch wissen, wie stark sie diese Garantiekosten, die laut Wirtschaftslexikon zu den „Einzelwagnissen und kalkulatorischen Kosten“ gehören und sich „langfristig mit den tatsächlich auftretenden Garantieverpflichtungen ausgleichen“ sollen, belasten, zucken sie zumeist unwissend mit den Schultern.

Verteuerung um 60 Prozent

Eine jetzt vorgestellte Studie der Frankfurt School of Finance and Management berechnet die Garantiekosten mit Hilfe eines Opportunitätskostenansatzes, der zwei Sparpläne gleichzeitig unter die Lupe nimmt.

Beim einen ist der eingezahlte Betrag komplett gesichert, teilweise durch eine Investition in einen sicheren Zins, der Rest setzt auf Aktien. Die andere Konzeption verzichtet dagegen vollständig auf eine Garantie und fußt ausschließlich auf einer Investition in Aktien.

Für beide Anlagen wurde eine Vielzahl von Kapitalmarktsituationen simuliert und jeweils der Median aus diesen Simulationen ermittelt. Die Differenz dieser beiden mittleren Endvermögen ergibt dann den Garantiekostenindex, der den mittleren entgangenen Vermögenswert aufzeigt. Diesen Preis zahlt der Anleger indirekt für die Garantie.

Seite zwei: Hauptschuld trägt niedriges Zinsniveau

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