GDV kritisiert Garantiezins-Pläne als zu weitgehend

Die drohende Senkung des Garantiezinses für neue Lebensversicherungen trifft beim Branchenverband GDV auf Widerspruch. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet.

GDV-Spitze bei der Jahrespressekonferenz des Verbandes im April.

„Die vom BMF zur Diskussion gestellte Absenkung des Höchstrechnungszinses von 1,25 Prozent auf 0,9 Prozent ist zu weitgehend“, teilte ein Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag in Berlin mit.

Im Jahr 2015 hätten die Lebensversicherer bei der Neuanlage im Branchenschnitt eine deutlich höhere Verzinsung von mehr als zwei Prozent erzielt. Zudem sei eine Senkung zum 1. Januar 2017 zu kurzfristig, da die Versicherer ihre Produkte neu kalkulieren müssten.

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Bei der Diskussion geht es um den sogenannten Garantiezins. Er bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden maximal versprechen dürfen. Da es wegen der anhaltenden Niedrigzinsen immer schwieriger wird, diese zu erwirtschaften, wurde der Garantiezins schon mehrfach gesenkt. (dpa-AFX)

Foto: GDV

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