Anzeige
9. August 2016, 11:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wie Gesundheits-Apps in das Leistungsbild einer PKV passen

Gesundheits- und Fitness-Apps für das Smartphone haben sich zu einem echten Trend entwickelt. Doch handelt es sich dabei nur um eine Modeerscheinung, die irgendwann wieder vorübergeht – oder um einen ernstzunehmenden Teil des medizinischen Fortschritts? Erstaunlicherweise lässt sich diese Frage sehr gut beantworten, nämlich: beides.

Gastbeitrag von Emanuel Issagholian und Joseph Meiser, e-Health-Experten der Gothaer Krankenversicherung

Wie Gesundheits-Apps in das Leistungsbild einer PKV passen

Emanuel Issagholian: “Spätestens in einigen Jahren wird es völlig normal sein, dass eine private Krankenversicherung die Kosten für eine Gesundheits-App übernimmt, genauso wie es ganz normal sein wird, dass ein Arzt eine solche verschreibt.”

Zunächst muss man sich vergegenwärtigen, dass “Gesundheits-App” und “Fitness-App” keine geschützten Begriffe sind und somit keine einheitlichen Qualitätsstandards erfüllt werden müssen, um eine App unter diesem Schlagwort vermarkten zu dürfen. So wundert es nicht, dass eine vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichte Studie zu Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps zu dem erschreckenden Ergebnis kommt, dass die Mehrheit der Anwendungen gravierende Qualitätsmängel aufweist – so fiel eine Vielzahl von Anbietern alleine schon beim gerade in diesem Gebiet so wichtigen Thema Datenschutz komplett durch – vom medizinischen Nutzen ganz zu schweigen.

Bei Gesundheits-Apps muss man scharf trennen

Gleichzeitig gibt es aber auch hochwertige Lösungen, die nicht nur hohen Datenschutzstandards genügen, sondern auch einen nachweislichen medizinischen Mehrwert bieten. Das erkennen auch die Autoren der oben genannten Studie an. So konnten erste Apps schon den Prozess zur Medizingerätezertifizierung erfolgreich durchlaufen und somit ihre Qualität objektiv testieren lassen. Es gibt sogar schon Apps, die von Ärzten “auf Rezept” verordnet werden.

Somit muss man also immer ganz scharf zwischen zwei Arten von “Gesundheits-Apps” trennen: auf der einen Seite gibt es die echten, medizinischen Gesundheitsapplikationen und auf der anderen die reinen Lifestyle- und Fun-Apps. Diese Unterscheidung ist ganz besonders wichtig, denn sie ist eine der wichtigsten Leitplanken bei der Frage, ob die Nutzungskosten einer Gesundheits-App von meinem Krankenversicherer bezahlt werden können oder nicht.

Nur bei Lifestyle-Apps ist die Sache klar

Bei Lifestyle-Apps ist die Sache ganz klar – wenn eine App an sich selbst schon nicht den Anspruch erhebt, Medizinprodukt zu sein, dann ist der Einsatz der App in der medizinischen Versorgung logischerweise ausgeschlossen. Damit disqualifiziert sich bereits der überwiegende Teil der fast 400.000 Gesundheits-Apps. Aber wie steht es mit den Apps, die dazu geeignet sind, klassische Versorgungsketten von Patienten zu ergänzen, (teilweise) zu substituieren oder neue Versorgungsketten zu etablieren.

Seite zwei: Wovon die Kostenübernahme durch die PKV abhängt

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungstipps: Die erste eigene Wohnung

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen? Mit der Volljährigkeit, einem Job, eigenen Kindern? Die Mehrheit der Bundesbürger sieht das Mieten der ersten eigenen Wohnung als einen der wichtigsten Meilensteine für das Erwachsenwerden.

mehr ...

Immobilien

Streit um Namen an Klingelschildern – Verstoß gegen die DSGVO?

Verstößt das Klingelschild eines Mieters an der Haustür gegen die Datenschutzgrundverordnung? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt aktuell seinen Mitgliedern, vorsorglich die Namensschilder zu entfernen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...