Anzeige
22. Januar 2016, 08:08
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IDD: So geht es weiter

Die europäische Vermittlerrichtlinie Insurance Distribution Direktive (IDD) ist gestern vom Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union unterzeichnet worden. Die Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben der IDD nun innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umsetzen.

Nach Verabschiedung: So geht es mit der IDD weiter

Europaparlament und EU-Rat haben die europäische Vermittlerrichtlinie IDD unterzeichnet. Nun geht es an Konkretisierung und Umsetzung.

Gleichzeitig ist es Aufgabe der EU-Kommission, wichtige Regelungen der Richtlinie in vier so genannten delegierten Rechtsakten zu konkretisieren. Hierfür wird die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa der Kommission Vorschläge unterbreiten, die sie mithilfe einer Befragung der Marktteilnehmer entwickelt hat.

Bei der IDD-Konkretisierung ist es aus Sicht des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist entscheidend, “dass die EU-Kommission den Richtlinientext konkretisiert, ohne die vom europäischen Gesetzgeber getroffenen grundsätzlichen Vorgaben der Richtlinie einzuschränken oder abzuändern”.

GDV fordert richtlinientreue Konkretisierung

Der GDV betont in diesem Zusammenhang, dass die IDD Provisionsvergütung im Vertrieb für Versicherungsanlageprodukte unter der Bedingung zulässt, dass die Provision nicht zu Lasten der Qualität der Dienstleistung geht. “Die EU-Kommission steht nun vor der Aufgabe, Kriterien zu erarbeiten, an denen die Einhaltung dieser Regeln gemessen werden kann”, so der Verband in einer Stellungnahme.

Eine weitere Aufgabe der EU-Kommission ist die Konkretisierung der Richtlinienvorgabe zum Umgang mit Interessenkonflikten bei der Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten, indem sie Kriterien  zur Bestimmung der für Kunden schädlichen Interessenkonflikte festlegt und Vorgaben für Unternehmen und Vermittlern entwickelt, wie diese Interessenkonflikte im Vertrieb erkennen und vermeiden können. Auch die IDD-Vorgaben zur Produktprüfung muss die EU-Kommission konkretisieren. (jb)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 07/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Betriebsrente – Wandelanleihen – Ferienimmobilien – Family Offices

Ab dem 21. Juni im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Schifffahrt wird sicherer – doch die Gefahr durch Cyber-Angriffe wächst

Die internationale Schifffahrt ist deutlich sicherer geworden. Im vergangenen Jahr verloren Reedereien weltweit 94 größere Schiffe mit über 100 Tonnen, geht aus einer Analyse der Allianz-Industrieversicherungstochter Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hervor.

mehr ...

Immobilien

Städtetag hält Neubau von 400.000 Wohnung pro Jahr für nötig

Angesichts der Wohnungsnot in vielen Ballungsräumen hält der Deutsche Städtetag den Neubau von 400.000 Wohnungen im Jahr für erforderlich. 

mehr ...

Investmentfonds

Acht EU-Staaten fordern Kapitalmarktunion

Acht EU-Staaten dringen darauf, die Kapitalmarktunion zu vollenden. Vor dem EU-Austritts Großbritanniens sollten die europäischen Finanzmärkte besser integriert werden. Einige Teilnehmer wollen zudem ein Gegenwicht zu den EU-Haushaltsplänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron bilden.

mehr ...

Berater

Scout24 kauft Finanzcheck.de

Strategische Übernahme: Scout24, Betreiber bekannter digitaler Marktplätze wie Financescout24 oder Autoscout24 übernimmt eines der relevantesten deutschen Online-Vergleichsportale für Verbraucherkredite, Finanzcheck.de. Verkäufer sind eine Investorengruppe um Acton Capital Partners, Btov Partners, Highland Europe, Harbourvest Partners sowie die Gründer von Finanzcheck. Den Kaufpreis liegt bei 285 Millionen Euro und wird bar gezahlt.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Müssen Anleger erhaltene Zahlungen erstatten?

Unter Anlegern der insolventen Gesellschaften des Container-Anbieters P&R geht die Angst um: Nicht nur ihre Investition ist in Gefahr, sondern nicht selten wird sogar behauptet, sie müssten womöglich bereits erhaltene Zahlungen rückerstatten. Wie verhält es sich damit? Ein Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Jan Schoop, GGV

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...